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Auf dem neuen Gymnasium-Balkon: Ingo Kraft, Max Theuerkorn, Albrecht Proebst, Alfred Lippl, Bürgermeister Josef Lutzenberger (Utting), Landrat Thomas Eichinger, Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießen), Daniel Heger und Rudolf Prex (v.l.). 

Nach Rechtsstreit wurde Fassade erneuert

Gymnasium-Sanierung war eigentlich ein halber Neubau

Kurz nach der Eröffnung des Ammersee Gymnasiums in Dießen vor fast 13 Jahren wurden Mängel an den Balkonen festgestellt. Es folgte ein langwieriger Rechtsstreit, der nun sein Ende fand.

Dießen – „Nun haben wir für unsere Schule endlich die Fassade, die wir immer wollten“, sagte Landsbergs Landrat Thomas Eichinger, der gestern zum Abschluss der Sanierung am Ammersee Gymnasium Dießen zu einer kleinen Feierstunde eingeladen hatte. Für 2,25 Millionen Euro wurden die Flucht- und Wartungsbalkone der Schule saniert, die vor 14 Jahren erbaut worden war.

Eigentlich, so Eichinger, handle es sich nicht um eine Sanierung, sondern um einen Neubau. Denn die alten Balkone seien wegen mangelhafter Ausführung vom Landkreis als Schulträger nie abgenommen worden. Bald nach der Eröffnung der Schule im September 2006 wurden erste Mängel an den Balkonen festgestellt, was zu einem langwierigen Rechtsstreit führte, der mit einem Vergleich endete. Die neuen Balkone konnten nun immerhin zum Teil aus den Schadensersatzzahlungen finanziert werden.

Eichinger: Die Fassade habe an einen Altbau erinnert

Im Inneren des Schulneubaus sei alles bestens gewesen, sagte Eichinger, doch die Fassade habe schon bald eher an einen Altbau erinnert als an eine „Musterschule“. Die Zinnschicht war fehlerhaft und beschädigt, der Lack blätterte ab, Balkone und Fassaden verrotteten. Schulleiter Alfred Lippl erinnerte sich, dass er die Fassade bei einem ersten Besuch des Gymnasiums 2015 bereits als „sehr heruntergekommen“ empfunden habe. „Innen und außen, das passte nicht zusammen.“ Heute könne er sagen, dass das zurückliegende Schuljahr für die Schulgemeinschaft - trotz Baustellen – gut begonnen und gut aufgehört habe.

„Drei wichtige Themen, über die hier ständig diskutiert wurde, sind abgehakt“: Das Bootshaus des Gymnasiums ist in Betrieb, zur Sicherung des Bahngleises sei eine Lösung gefunden worden und die Fassade sei frisch saniert. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“, meinte der Schulleiter im Rückblick auf die Bauphase, die bereits im Oktober 2018 begonnen hatte. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Landsberg und den beauftragten Firmen sei alles halb so schlimm gewesen. Lippl lobte auch die Flexibilität, mit der der Landkreis auf Vorschläge der Schule reagiert habe.

Zum Abschluss überreichte Rudolf Prex, Betriebsleiter der beauftragten Metallbaufirma Neumayr Landrat Thomas Eichinger ein Metallkreuz aus eigener Fertigung, dass die neue Fassade schmücken soll.  

Ursula Nagel

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