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Zufriedene Gesichter bei der Vertragsunterzeichnung: Bürgermeister Herbert Kirsch (l.) und gwt-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter (r.). Über die Kooperation mit „StarnbergAmmersee“ freuen sich dahinter (v.l.) Werner Schmid von gwt, Ulrike Hawel von der Tourist-Info, Geschäftsstellenleiter Karl Heinz Springer und Fremdenverkehrsreferentin Hannelore Baur.

Tourist-Info Dießen

Touristisch künftig auf Augenhöhe

Die Marktgemeinde Dießen wird touristisch künftig von der Plattform „StarnbergAmmersee“ vertreten, betrieben von der gwt Starnberg, Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (wir berichteten). Geschäftsführer Christoph Winkelkötter und Bürgermeister Herbert Kirsch haben nun den Vertrag unterzeichnet.

Dießen – Das sei keine „feindliche Übernahme“, sondern eine für beide Seiten fruchtbare Kooperation, wie Winkelkötter betonte. Der Deutschland-Tourismus werde in den nächsten Jahren noch mehr boomen, was vielleicht auch am aktuellen „Flugshame“ liege. Und da gehöre die Fünfsee-Region zu den Favoriten. Die neue Bezeichnung „StarnbergAmmersee“ anstelle von Fünfseenland habe sich im Übrigen bewährt. Touristen hätten eine präzise „geografische Verortung“. Im Hintergrund, wie etwa bei der IT-Anbindung mit gwt, wird bereits fleißig gearbeitet, damit beim offiziellen Start am 1. Januar 2020 alles steht. Ein Plus sind dann längere, kundenfreundlichere Öffnungszeiten und attraktive Zusatzangebote wie München-Ticket. Das Personal mit Ulrike Hawel an der Spitze wird von der gwt übernommen.

Die mit der neuen Zusammenarbeit verstärkte Dießen-Präsenz auf Touristik-Messen werde sicher einen Schub von neuen Besuchern und Feriengästen bringen, freute sich Bürgermeister Kirsch. Zumal Dießen auf www.starnbergammersee.de im Internet einen gleichwertigen Platz wie Herrsching bekomme.

Bislang wurde die Tourist-Info vom Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Dießen geführt, der sich nun wieder seinen eigentlichen Aufgaben widmen kann. Bei der jüngsten Jahresversammlung hatte Ulrike Hawel beklagt, dass sie mit ihrem Minijobber-Team nicht mehr in der Lage sei, die Tourist-Info optimal und zeitgemäß zu führen. Sie warb für einen Zusammenschluss mit der gwt und hatte Erfolg.

In den Online- und Printpublikationen von StarnbergAmmersee war Dießen bereits vor der neuen Kooperation vertreten, wofür die Marktgemeinde jährlich 30 000 Euro zahlte. Für das ab kommendem Jahr wesentlich erweiterte Aufgabengebiet erhöht sich der Beitrag auf 40 000 Euro. Allerdings erhält die Gemeinde 7500 Euro Mietkosten für die Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude. Einen entscheidenden Vorteil wird das elektronische Buchungssystem bringen, in dem mit Portalen wie HRS zusammengearbeitet wird. Werner Schmid, Marketingchef von gwt, konnte vermelden, dass sich bereits fast alle gewerblichen Vermieter aus Dießen dem System angeschlossen haben. Die im Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein angeschlossenen Vermieter verzeichneten im Vorjahr 1250 Buchungen mit 10 506 Übernachtungen. „Da ist noch Luft nach oben. Dießen ist schließlich auch außerhalb des Töpfermarktes eine Reise wert“, betonte Dießens Fremdenverkehrsreferentin Hannelore Baur.  roe

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