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Der Stand von Monika und German de Juana mit den besonderen Figuren ist immer eine Attraktion des Dießener Töpfermarktes.

165 Aussteller aus 16 Ländern zeigen bis Sonntag ihre Stücke - Besucherandrang schon am ersten Tag

So nah war der See noch nie am Töpfermarkt

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Der 19. Dießener Töpfermarkt ist eröffnet. Bürgermeister Herbert Kirsch hieß die 165 Aussteller aus 16 Ländern offiziell willkommen. Durch die Regenfälle der vergangenen Wochen kommt der See aber so nah wie noch nie an die Stände heran. 

Dießen – Marktleiter Wolfgang Lösche bat den Kapitän, ganz langsam an den Steg zu fahren, damit das Wasser nicht in den Töpfermarkt schwappt. Dieser wurde am Donnerstag bei idealen Wetterbedingungen in den Dießener Seeanlagen zum 19. Mal eröffnet. Der ungebrochene Optimismus wurde damit belohnt, denn der Aufbau lief trotz Starkregen und Hochwasser wie geplant – aber doch immer mit bangem Blick Richtung See. Und der ist bis zur „Oberkante“ voll. So formulierte es Bürgermeister Herbert Kirsch, als er an Bord der MS Utting die geladenen Gäste begrüßte, die traditionell von Stegen aus mit dem Dampfer zur Eröffnung gebracht werden. Bei Sonnenschein und trockenen Fußes, wenngleich kleine Wellen tatsächlich über die Kante schwappten.

Das Markttreiben wurde dadurch nicht gestört. Im Gegenteil. Überall strahlende Gesichter: bei Starnbergs Landrat Karl Roth, der anders als sein Landsberger Amtskollege Thomas Eichinger das erste Mal dabei war und sich von Herzen über „einen geilen Vormittag“ freute. Bei den 165 Töpfern aus 16 Ländern, die allen Widrigkeiten zum Trotz seit Montag ihre Standl aufbauten und wie Markus Kengeter und Anneliese Krämer halt in Gummistiefeln die Töpfe des Griechen Gorgos Tsikalario verkaufen. 

Wasser und Keramik gehörten zusammen, hatte Kirsch noch gesagt und gelegentlichen Regen gemeint. Aber dass das Wasser von unten kommt, „das hatten wir noch nie“, so die beiden Helfer am griechischen Stand. So hoch haben auch Monika und German de Juana aus Katalonien den See noch nicht gesehen. Der Kunsthandwerker ist schon zum 18. Mal beim Töpfermarkt dabei und bevölkert mit seinen Figuren die Wiese im weiten Bogen um seinen Stand. Jedes Jahr eine kleine Attraktion. Marktgemeinderätin Hanni Bauer hat schon neun davon im Garten stehen. „Ich hole mir jedes Jahr eine“, sagte sie und zeigte freudig auf ihre Tasche, in der sich bereits die zehnte befand.

Natürlich strahlten auch Lösche und Kirsch. Für den Bürgermeister war es die letzte Eröffnungsfahrt mit dem Dampfer in seiner Eigenschafts als Gemeindeoberhaupt. Zur Kommunalwahl 2020 tritt er nicht mehr an. Er hatte die Weichen dafür gestellt, dass die Tradition, die Arthur Sudau einst begründet hatte, seit nun 19 Jahren in den Seeanlagen fortgesetzt wird. „Sie haben ja gesagt und dafür gesorgt, dass der Markt sich so entwickelt hat“, sagte Lösche. 

„Sie müssen das jetzt aushalten“, warnte er und lobte die Zusammenarbeit vor den anwesenden Bürgermeisterkollegen und den Landräten geradezu überschwänglich. „Es ist einzigartig, so einen Bürgermeister zu haben, es ist eine Freude.“ Deshalb sprachen Lösche und Pressesprecherin Beate Bentele die Rolle des Ehrengastes zum Abschied Kirsch zu. Der nahm dies gerne an und eröffnete als solcher traditionell das Töpfermarkttreiben.

Zu diesem Zeitpunkt schlenderten bereits hunderte Besucher über den Markt und staunten über die keramische Vielfalt. Dass dieser Andrang in der Marktgemeinde in geordneten Bahnen abläuft, ist zum großen Teil der Feuerwehr zu verdanken, deren Aktive Jahr für Jahr die Verkehrsführung und Parkeinweisung übernehmen. 

Darüber freute sich wiederum Dießens Polizeichef Alfred Ziegler: „Die nehmen uns viel ab.“ Ein bisschen Sorge machte ihm nur die ausgewiesene Parkfläche auf den Wiesen am Ortseingang von Dießen. Der Boden ist durch den Regen extrem aufgeweicht. Eine Garantie, trockene Füße zu behalten, gibt es eigentlich nur bei einer Anreise mit Schiff oder Bahn.

Der beliebte Töpfermarkt ist noch bis Sonntag geöffnet, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Wetteraussichten sind hervorragend, neuen Besucherrekorden steht nichts im Weg.

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