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Das Provisorium aus dem Vorjahr war ein beliebter Treffpunkt. Für diese Saison wird es noch einmal aufgebaut.

Bürgerentscheid Dießen

Abschied von den drei Satteldächern

Dießen - Mit 79,64 Prozent ist das Ergebnis eindeutig: Der Entwurf für den neuen Kiosk in den Dießener Seeanlagen überplant werden. Die Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid am Sonntag war aber denkbar gering.

Die bisherigen Pläne für einen neuen Kiosk am See müssen zu den Akten gelegt werden. Der Briefwahlanteil (785) ließ bereits vermuten, dass gestern nicht allzu viele wahlberechtige Dießener an der Abstimmung über die Kioskgestaltung in den Dießener Seeanlagen teilnahmen. Die Beteiligung mit 34,5 Prozent (2926) ist gering. Für das Thema vielleicht aber auch wiederum hoch. Offensichtlich waren mehrheitlich die Befürworter des Begehrens, die abstimmten, denn der Entscheid darüber, ob der Bau gestoppt wird, wurde mit 2324 Ja-Stimmen befürwortet. Auch das Quorum wurde überschritten, demnach mussten 20 Prozent (1700) der Wahlberechtigten dem Entscheid zustimmen. Mit rund 600 Stimmen wurde dies erreicht, aber es ist nicht viel.

Geplant war eigentlich, dass der neue Kiosk zum Töpfermarkt im Mai fertiggestellt ist, damit nicht ein weiteres Jahr im Provisorium gearbeitet werden muss. Der Container, in dem der Kiosk die Saison 2015 betrieben wurde, war von Pächterin Christine Gottschalk aufgestellt und wieder abgebaut worden. Dass es mit der Fertigstellung in diesem Jahr nichts mehr wird, war jedoch sicher, nachdem das Bürgerbegehren gegen die vom Gemeinderat favorisierte Bauvariante für zulässig erklärt worden war. Die beantragte Planung war bislang nur gestoppt und nicht zurückgezogen worden. Schließlich soll in absehbarer Zeit ein Ersatzgebäude für den im Oktober 2014 abgebrannten Kiosk errichtet werden.

In dieser Saison wird esnun wieder ein Provisorium geben. Und das Ersatzgebäude wird anders aussehen, als es sich die Ratsherren wünschten – nichts mit drei begrünten Satteldächern im Stil der Fischerhütten am See. Dem Bürgerbegehren gemäß soll ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben werden, mit einer Planung inklusive Freifläche und Sitzgelegenheiten. Diese muss sich dem denkmalgeschützten ADK-Pavillon unterordnen oder es muss der Standort verschoben werden.

Initiator Matthias Krapf hat sich gefreut: „Die Bürger haben gemerkt, dass sie sich Gehör verschaffen müssen.“ Auch wenn er sich gewünsht hätte, dass mehr abstimmten. Das Ergebnis habe er jedoch erwartet. Bürgermeister Herbert Kirsch dagegen war sichtlich enttäuscht. Er war sicher, dass das Quorum erreicht würde. Gewünscht hatte er sich etwas anderes. „Wir werden uns nun zusammensetzten“, sagte er. Immerhin sei das Ergebnis klar ausgefallen. Damit gibt es einen Auftrag, nämlich einen neuen Plan.

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