Im März letzten Jahres hatte die Wörlein GmbH ihr neues Gartenzentrum im Westen Dießens eröffnet.

Gartencenter Wörlein

Roter Teppich für Dehner

Dießen - Da nicht privilegiert, braucht Dehner für die Übernahme des Dießener Gartencenters einen Bebauungsplan.  Der Dießener Gemeinderat stimmt geschlossen dafür. Die Familie Wörlein bleibt trotz Dehner weiter im Spiel.

Einstimmig sprach sich am Montag der Dießener Gemeinderat für die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Gartencenter Baumschulweg“ aus. Antragsteller ist die Firma Dehner, die hier eine Filiale einrichten möchte. Bislang wurde das Gartencenter von der Familie Wörlein betrieben. Das Unternehmen musste 2015 Insolvenz anmelden. Wie seitens der Familie zu erfahren war, möchten die Wörleins für die Halle die Geschäftsbereiche Baumschule, Garten- und Landschaftsbau sowie den Großhandel zurückkaufen und weiter betreiben. Die rund 90 Arbeitsplätze sollen, so Peter Fastl, der Bürgermeister Herbert Kirsch vertrat, nach Aussage von Dehner möglichst erhalten bleiben.

Wie Bauamtsleiterin Johanna Schäffert ausführte, war das vor zwei Jahren eröffnete Gartencenter im Rahmen einer Privilegierung als Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung genehmigt, die für Dehner nicht gelte. Deshalb muss für die Nutzungsänderung ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Auch die nördlich an die zirka 3770 Quadratmeter große Gartencenter angrenzende, fast ebenso große Freifläche soll künftig überdacht werden. Darüber hinaus ist in südwestlicher Richtung eine direkte Zufahrt zur Landsberger Straße geplant. Nach Rücksprache mit dem Gemeinde-Anwalt, soll der Geltungsbereich zunächst nur das Gartencenter einschließlich der angrenzenden Frei- und Parkflächen südlich und westlich des Gebäudes umfassen.

Aufgrund der Größe des Gartencenters wurde bereits die Höhere Landesplanungsbehörde um Stellungnahme gebeten, ob gar ein Raumordnungsverfahren erforderlich sein könnte. Bevor das Gelände als Sondergebiet „Gartencenter“ ausgewiesen werden kann, stehen also noch einige Verhandlungen an. Nach Ansicht von Edgar Maginot (CSU) sollte die Gemeinde auf eine Extra-Zufahrt bestehen, um die Schulbushaltestelle vom Kundenverkehr abzukoppeln. Hanni Baur (SPD) regte an, über einen Kreisel nachzudenken. Bis auf Weiteres läuft der Betrieb bei Wörlein wie gewohnt weiter. In der Halle findet der Insolvenz-Abverkauf statt.

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