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Einen Radschutzstreifen entlang der Lachener Straße wird es vorerst nicht geben. Die Alternative: der Gehweg.

Zu unsichere Rechtslage

Dießener Radschutzstreifen: Grüne ziehen Antrag nach zwei Jahren Diskussion zurück

Im März 2018 hatten sie einen Antrag für einen Radschutzstreifen gestellt. Nun sahen sich die Grünen in Dießen dazu gezwungen, ihr Vorhaben zurückzuziehen.

Dießen – Über einen beidseitigen Radschutzstreifen entlang der Lachener Straße vom Mündungsbereich der Bahnhofsstraße/Neudießener Straße bis zur Fußgängerampel beim Ammersee Gymnasium hätten sich vermutlich viele Radler gefreut. Im Dießener Gemeinderat wird darüber seit zwei Jahren immer wieder diskutiert. Doch aufgrund der nach wie vor unsicheren Rechtslage sah sich die Fraktion der Grünen im Gemeinderat nun gezwungen, ihren diesbezüglichen Antrag von März 2018 vorerst zurückzunehmen.

Ende letzten Jahres ließ die Straßenverkehrsbehörde die Gemeinde wissen, dass Radschutzstreifen nur mit einem Halteverbot genehmigt werden können. Das muss auch nach der neuen Straßenverkehrsordnung aus diesem Jahr für die Schutzstreifen vorhanden sein, wird aber nicht von allen Gemeinderäten begrüßt. Auch Ausführungsbestimmungen des Verkehrsministeriums, auf deren Grundlage sich klären ließe, ob und inwieweit Ausnahmen vom Halteverbot zulässig sind, lassen auf sich warten.

Eine Gefahr für Radler und Autofahrer

Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) steht hinter der Regelung mit dem Halteverbot, da sich Radler ansonsten gezwungen sehen könnten, hinter parkenden Fahrzeugen vom Schutzstreifen auf die Fahrbahn auszuscheren, um sich dann mitten im Straßenverkehr zu befinden – eine Gefahr für die Radler und die Autofahrer.

Grundsätzlich wollen die Grünen am Thema Radschutzstreifen dranbleiben, aber aufgrund der unsicheren Rechtslage ziehe man den Antrag auf einen Radschutzstreifen entlang der Lachener Straße vorerst zurück, begründete Gabriele Übler, Fraktionsvorsitzende der Grünen, den vorübergehenden Sinneswandel. Der Marktgemeinderat stimmte der Rücknahme des Antrags auf einen Radschutzstreifen vor diesem Hintergrund einstimmig zu.

Text: Ursula Nagl

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