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Nochmal Ernst: Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Fischereimeister wurde Andreas Ernst aus Schondorf vom Vorsitzenden Dr. Bernhard Ernst (l.) in die Genossenschaft aufgenommen und wie es der Brauch ist, mit einem Fischernetz beschenkt.

Fischereigenossenschaft Ammersee

Fischer fordern Jagdrecht zurück

Drei Themen dominierten den Fischerjahrtag der Fischereigenossenschaft Ammersee in Dießen: ein zufriedenstellendes Renken-Jahr, eine restaurierte Vereinsfahne und das Jagdrecht auf dem See.

Dießen – Mit Spannung erwarten die Ammerseefischer ein Gespräch am kommenden Donnerstag mit der Regierung von Oberbayern zum Thema Jagdrecht. Eine Wasservogeljagd finde aktuell quasi nicht statt. „Wir brauchen am See eine effektive Jagd, um Schaden am Fischbestand und Fanggeräten einzudämmen, das Schilf zu schützen und vor allem, um die hygienischen Verhältnisse an den Badestränden und auf den Booten zu wahren. Kranke Badegäste und Badeverbote schaden auch dem Ruf von uns Fischern“, betonte Vorsitzender Dr. Bernhard Ernst. Die Wasservogeljagd sei über Jahrhunderte hinweg Bestandteil des freien Allmendfischrechts gewesen, während sich ein reicher Vogelbestand etablieren konnte, der dem See Schutzstatus einbrachte. Erst 2008 sei die Jagdpacht der Fischer seitens der Höheren Naturschutzbehörde durch einen Pachtvertrag mit auswärtigen Jägern ersetzt worden. Die Verkotung von Bädern und Booten sei merklich geringer gewesen, so lange die Fischer die Jagd vom Boot aus ausgeübt hätten.

Über eine Einladung zum Fischen mit Ernst durfte sich der neue Leiter der Ammerseeverwaltung, Karl Heinz Mückl freuen, der neben Pfarrer Josef Kirchensteiner und den Bürgermeistern der Seegemeinden zu den Ehrengästen zählte. Er kann sich dann mit den Fischern jubeln. Denn habe es in den vergangenen Jahren häufig Klagen gegeben, wonach die Renken zu klein oder zu wenig gewesen seien, gebe es heute doch Positives zu berichten. Nach den vielen kleinen Hochwassern im vergangenen Jahr habe sich der Brotfisch der Ammerseefischer gut entwickelt. Rund 34 Tonnen Fisch seien 2016 ins Netz gegangen. Die Tatsache, dass sich der Renkenbestand aktuell im Norden des Sees zusammendränge, verdeutliche aber, dass die Bedingungen für die Renken nicht überall optimal seien. Erfreulich sei auch, dass in den vergangenen Jahren wieder junge Fischer in die Fischerei eingestiegen seien und die aktiv befischten Fischereipachtrechte leicht zugenommen habe. Nur so sei es möglich, Nachhaltigkeit und Qualität der Erwerbsfischerei „als Jahrhunderte altes Kulturgut für die Zukunft zu erhalten“.

Ursula Nagl

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