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Spaß im Spiegelkabinett: Lehrer Stefan Reiter und die Schüler Maximilian Gleiser, Sebastian Lempik, Michael Sigl sowie Lukas Franke. 

Ammerseegymnasium

Vier Dießener Spezialisten für Zahlenknobeleien

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Die Achtklässler des Ammerseegymnasiums (ASG) in Dießen sind spitze: Zunächst belegten Maximilian Gleiser, Sebastian Lempik, Michael Sigl sowie Lukas Franke Anfang des Jahres auf nationaler Ebene Platz 1. Im internationalen Finale in Ungarn erreichten die vier Schüler nun den 2. Platz des Mathematik-Teamwettbewerbs Bolyai.

Dießen – Teilnehmer aus Rumänien, Österreich, Ungarn und Deutschland traten in Budapest jeweils in Vierer-Teams gegeneinander an. Um besonders erfolgreich zu sein, mussten die Dießener Schüler nicht nur anspruchsvolle logische und geometrische Problemstellungen bewältigen, sondern sich im Team auch mit ihren Stärken ergänzen und jeweils auf gemeinsame Lösungen einigen. Das gelang den vier Klassenkameraden wieder so gut, dass sie sich schließlich nur dem ungarischen Team geschlagen geben mussten.

Bolyai wurde vor 13 Jahren an einem Budapester Gymnasium von einer Handvoll Lehrern und mit nur wenigen Mannschaften ins Leben gerufen. Heute hat er allein in Ungarn über 100 000 Teilnehmer- verteilt auf verschiedene Jahrgänge. 2014 gab es bereits einen kleinen regionalen Testlauf an sechs Schulen aus Baden-Württemberg und zwei Schulen aus München. Der Wettbewerb stieß dabei auf ein sehr positives Echo: Mehr als 900 Schüler aus allen Klassenstufen nahmen daran teil. 2017 waren es schon etwa 12 000 Teilnehmer. In diesem Jahr hat sich die Teilnehmerzahl in Deutschland fast verdoppelt. Insgesamt waren es deutlich mehr als 120 000 Teilnehmer aus Mitteleuropa.

„Ihr habt einen kühlen Kopf bewahrt und hervorragend zusammengearbeitet. Herzlichen Glückwunsch an Euch und an Euren Betreuungslehrer Stefan Reiter zu dieser großartigen Leistung. Ihr gehört damit zu den besten Nachwuchsmathematikern Deutschlands“, freut sich Bayerns Kultusminister Bernd Sibler mit den Dießener Schülern. Dass vier Schüler aus Bayern als erfolgreichste deutsche Mannschaft in ihrer Altersgruppe am Finale des internationalen Wettbewerbs teilgenommen haben, macht auch ihn stolz. Bereits die Reise nach Ungarn wurde von seinem Ministerium und vom Förderverein der Schule finanziert.

Während sich bei anderen Mathematik-Wettbewerben Einzelkämpfer auf die Suche nach Lösungen machen, steht bei dem aus Ungarn stammenden Bolyai-Wettbewerb die Teamarbeit im Vordergrund. Gelöst werden müssen Aufgaben wie diese: In wie viele kleine (nicht unbedingt gleiche) Würfel kann ein großer Würfel durch gerade Schnitte zerlegt werden? Ob Zahlenknobeleien, logische Probleme, Geometrieaufgaben oder Streichholzrätsel: Die Teams müssen jeweils die richtigen unter fünf Lösungsmöglichkeiten finden. Dass jeweils eine, zwei oder auch alle Optionen richtig sein können, sorgt für einen besonderen Reiz.

Das siegreiche Team vom Ammerseegymnasium gehört zu einer größeren Gruppe von Schülern, die am Dießener Gymnasium schon seit vielen Jahren in einem Mathematik-Pluskurs betreut werden. Dessen Teilnehmer dürfen einmal pro Woche den regulären Unterricht verlassen, um eine differenzierte Begabten-Förderung zu erhalten.

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