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Partystimmung nach der Nominierung: (v.l.) Peter Fastl (2. Bürgermeister), Florian Zarbo mit Ehefrau Zora und Thomas Höring, Vorsitzender der Freien Wähler.

Kommunalpolitik

Freie Wähler küren jungen Hoffnungsträger

Die Freien Wähler in Dießen haben einen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020: Florian Zarbo. Der Hoffnungsträger ist 25 Jahre alt. 

Dießen– „Ich wollte schon als Kind Bürgermeister von Dießen werden“, rief Florian Zarbo fröhlich ins Publikum, bei dem er sich als Kandidat der Freien Wähler für die Kommunalwahl 2020 vorstellte und auch nominiert wurde. Exakt 100 Bürger waren der Einladung in den Gasthof Unterbräu gefolgt, 76 waren mindestens 18 Jahre alt, in Dießen gemeldet und damit wahlberechtigt. 68 von ihnen sprachen sich für Zarbo aus, der damit der erste Bürgermeisterkandidat in der Geschichte der Dießener Freien Wähler ist. Bei dieser offenen Gruppierung darf jeder mitwählen, der keiner anderen Partei angehört und wahlberechtigt ist.

Zarbo (25) ließ bei seiner beschwingten Aufzählung seiner Ziele fast nichts aus. Schließlich kenne er sich aus in Dießen und als Verwaltungsfachwirt auch in kommunalen Belangen. Gleich nach seinem Schulabschluss an der Carl-Orff-Mittelschule begann er zielstrebig mit seiner Ausbildung im Rathaus der Marktgemeinde. Drei Jahre war er anschließend in der Finanzverwaltung tätig, bevor er 2016 als Geschäftsleiter und Kämmerer nach Utting wechselte. Seit 2019 ist er außerdem Vorstand des Uttinger Kommunalunternehmens, das zur Entwicklung des Schmucker-Geländes gegründet wurde.

Zarbo ist verheiratet und hat einen fünfjährigen Sohn. Wirkliche Probleme, so Zarbo, gebe es in Dießen eigentlich nicht, aber es gebe viele Punkte, an denen man arbeiten könne, um Dießen noch schöner und lebenswerter zu machen. Ein „Riesenproblem“ sieht der junge Vater in mangelnden Kita-Plätzen. Dringend benötigt würden zudem Wohnungen „ohne Wohnberechtigungsschein“ für mittlere Einkommen. Er wünsche sich ein Einheimischenmodell im Geschosswohnungsbau, etwa auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthofs „Drei Rosen“. Er hatte noch viele Ideen mehr, auch für die Mühlstraße: Zwei, drei Parkplätze mehr müssten schon drin sein.

Bei der abschließenden Diskussion, die ein bisschen zum Wunschkonzert geriet, hielt sich der Kandidat wacker, auch wenn er eingestehen musste, dass es nicht in seiner Macht liege, zum Beispiel einen erhöhten, provisorischen Steg durch die Bahnunterführung zu bauen, damit der Töpfermarkt 2019 trockenen Fußes zu erreichen ist. Aber er ist dennoch Optimist und sagt: „Ergebnisse zählen, Zarbo wählen“.  

Alle News und Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Starnberg finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

Ursula Nagl 

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