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Die Liste der Dießener Bürger steht: Bürgermeisterkandidatin Sandra Perzul (vorne r.) mit ihrer Mannschaft. 

Kommunalwahl 2020

Großer Wunsch: Nahtloser Übergang

Die Dießener Bürger würden auch in der fünften Wahlperiode in Folge den  - in diesem Fall  die Bürgermeisterin stellen. Das Kandidatenteam ist nun auch gesetzt.

Dießen – „Unsere Liste ist ein gelungenes Ebenbild der Bevölkerung in unserer Marktgemeinde“, freute sich Bürgermeisterkandidatin Sandra Perzul bei der Nominierungsversammlung der Dießener Bürger. Alle Altersgruppen, Unternehmer, Angestellte, Akademiker, Handwerker, Vertreter der Vereine, Landwirte, Neubürger und Menschen, die seit vielen Jahren in Dießen wohnen, seien darauf vertreten. Das strahlende Schlusslicht der Liste bildet auf Platz 24 Dießens amtierender Bürgermeister Herbert Kirsch.

Derzeit haben die Dießener Bürger vier Sitze im Gemeinderat. Antoinette Bagusat, Vorsitzende der Wählervereinigung, blickte stolz auf die knapp 24 Jahre zurück, die Kirsch nun schon Chef im Rathaus ist. Mit Perzul wünscht sie sich einen nahtlosen Übergang. Bemerkenswert fand sie, dass sich aus den Reihen der früherer Dießener Bürger gleich zwei weitere Bürgermeisterkandidaten auf den Weg gemacht hätten: Marianne Scharr (parteilos) und Roland Kratzer für die CSU. Als Listenletzter hatte der amtierende Bürgermeister bei der Kandidaten-Vorstellung als Erster das Wort. Er selbst will seiner potenziellen Nachfolgerin nicht über die Schulter schauen, aber dieser, bei Bedarf gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er hofft auch weiterhin auf eine gute, fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Gemeinderat. In den zurückliegenden Wahlperioden seien die meisten Beschlüsse einstimmig gefallen. Viele Möglichkeiten eröffne der aktuelle Ankauf eines großen Grundstücks an der Landsberger Straße (wir berichteten). „Das konnten wir uns nicht entgehen lassen“, so Krisch.

Zur jungen Generation gehört unter anderem Dießens neuer Asylintegrationsberater, der 26-jährige Ferdinand von Liel. Einen Neuzugang von den Grünen können die Dießener Bürger mit Gastronom Stephan Wilkening verbuchen, der nach sechs Jahren als Grünen-Gemeinderat Kirsch ein „sehr, sehr gutes“ Zeugnis gab. Auch deshalb sei es ihm, so Wilkening, nun ein Anliegen, Perzul, zu unterstützen. Mit Franz Sanktjohanser macht sich ein bekanntes Gesicht zurück auf den Weg in den Gemeinderat. Dort hatte sich der Fuhrunternehmer 18 Jahre für die CSU und eine weitere Wahlperiode bis 2014 für seine eigene Gruppierung, den Offenen Kreis, engagiert. Und mit Franz Kubat bleibt ein Urgestein am Ball. Er gründete die Dießener Bürger vor 30 Jahren und trug entscheidend dazu bei, dass der damalige Standesbeamte Herbert Kirsch als Bürgermeister nominiert und gewählt wurde. „Damals haben wir gscheit angeschoben“, erinnerte sich Kubat. Das möchte er nun auch für die Verwaltungswirtin Sandra Perzul tun.

Die Kandidaten: 1. Sandra Perzul (39), 2. Antoinette Bagusat (70), 3. Franz Kubat (74), 4. Bea von Liel (60), 5. Maximilian Knoller (25), 6. Anita Schmid-Azar (42), 7. Franz Sanktjohanser (69), 8. Valeria Scheffel-Jurisch (50), 9. Stephan Wilkening (49), 10. Julia Kirsch (27), 11. Lars Krauß (25), 12. Erika Höpfl (56), 13. Jakob Stedele (Azubi), 14. Corinna Finster (52), 15. Ferdinand von Liel (26), 16. Karl Finmans (63), 17. Dr. Maximilian Busch (53), 18. Hans Fred Lotter, 19. Simone Egger (42), 20. Walter Krämer (57), 21. Anita Lampl (52), 22. Bernhard Kieninger (58), 23. Petra Rauch (51) und 24. Herbert Kirsch (59), Ersatzkandidaten: Jörg Herdegen (38) und Marion Schweder (61).  

Alle Informationen zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Starnberg lesen Sie hier: 

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