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Entspannte Festivalstimmung am Tag mit Stelzengängern, auf Liegestühlen und großes kulinarischer Auswahl. Abends brachten DJs und Band die Menge zum Rocken.

Magic Lake Festival

Das schreit nach Wiederholung

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Das alternative Magic Lake Festival in den Dießener Seeanlagen begeistert bei seiner Premiere am Wochenende trotz und wegen kleiner Anlaufschwierigkeiten. 

Dießen – Es war cool, bunt und einzigartig war es auch. Alle Versprechen, die die Veranstalter des ersten Magic Lake Festivals in den Dießener Seenanlagen gemacht hatten, haben sie gehalten. „Eine wunderbar organisierte Geschichte“, findet selbst Dießens Polizeichef Alfred Ziegler, der von berufs wegen drei Tage Festivalstimmung ohne jeden Zwischenfall genießen konnte, denn der erhoffte Besucherzustrom blieb aus. „„Das erste Mal ist immer schwierig. Was habt ihr euch erwartet?“, hätten ihm andere Veranstalter gefragt, sagt Tom Bohn. Das macht ihm Mut, genauso das „Macht weiter so!“ von allen Seiten.

Julia Bohn wurde am Wochenende nicht müde, möglichst jedem Besucher ihren Feenstaub auf die Stirn zu stäuben, während ihr Mann Tom und sein Partner Jürgen Fahrenholtz immer wieder das Festivalgelände durchquerten und sich freuten über das, was sie da innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. So wie ihr technischer Leiter Leo Herrmann, der nun selbst die Standl entlang schlendert. Der 38-Jährige hatte vor fast 15 Jahren schon mal ein ähnliches Festival ins Leben gerufen. „Mehr Reggae, sagt er, „und kleiner. Aber das hier ist schon was Besonderes“, findet Herrmann. Als Licht- und Videotechniker, der viel rumkommt, kennt er sich aus. Und als Dießener war es für ihn Ehrensache, bei diesem Projekt dabei zu sein. „Ich bin selten zu Hause“, erzählt er. In den Seeanlagen laufen ihm nun viele alte Bekannte über den Weg, die er lange nicht gesehen hat.

Innerhalb von zwei Tagen haben insgesamt wohl 120 Menschen alle Anlagen aufgebaut. „Normalerweise hat man dafür einen oder zwei Tage mehr Zeit“, weiß Herrmann. Das sei natürlich immer eine Kostenfrage. Mit der allein durch Sponsoren und Eigenmittel finanzierten Veranstaltung sind Tom Bohn und Jürgen Fahrenholtz deshalb ein Risiko eingegangen, das ihnen zur Herzensangelegenheit wurde. Es entmutigt sie nicht, nur weil weniger Besucher als erhofft kamen. Die, die da waren, waren begeistert. „Natürlich mussten wir wegen der ganzen Auflagen für ein auf täglich 3000 Menschen ausgerichtetes Fest viel Geld in die Hand nehmen. Die Preise mussten entsprechend hoch angesetzt werden. In Zukunft kann man das anders gestalten“, meinte Bohn gestern, wenige Stunden vor dem Schlussakkord. Als er das sagt, fängt es das erste Mal an diesem Wochenende an zu tröpfeln. „Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter“, freut er sich. Ob es bei einer Wiederauflage möglicherweise einen anderen, wettersicheren Termin gibt, kann er heute noch nicht beantworten. Dass es eine Wiederauflage geben wird, daran glaubt er ganz fest.

Ein Festival, so wie es früher das Münchner Tollwood war, so haben es viele Besucher empfunden. Enspannte Atmosphäre, wechselnde Weltmusik, Stelzengänger, Jongleure, Zauberer und Akrobaten – ein bunter Mix Unterhaltung. Ohne Gedränge, ohne Stress – immer wieder mal wurde einer der vielen Liegstühle frei. Viele kamen erst mit Beginn des Hauptprogramms, am Freitag waren dies die DJs. „Wir wollen tanzen“ – die Ansage von einer Schondorfer Gruppe ist ganz klar. „Und weil’s die DJs meiner Jugend sind“, sagen andere aus Dießen. Ü-40, ganz recht, denn auf die Bühne traten Marusha und Tom Novy. Für Freunde elektronischer Musik der Höhepunkt. Auch aus Eching war eine ganze Gruppe mit 15 Leuten angereist. „Weil man sowas wie das hier unterstützen muss“, sagte einer.

Die Veranstalter zählten am Freitag etwa 650 Besucher. 700 waren es am Samstag, als Banafishbones, Selig und Supercharge die Menge begeisterten. Insgesamt, sagt Tom Bohn, waren es 2279 Besucher, wenigstens 2000 hatten sich er und sein Team erhofft. „Wir sind zufrieden“, freut er sich. „Und wir konnten beweisen, dass wir alles im Griff haben“, auch das sei schon viel wert findet er. Für Polizeichef Ziegler auf jeden Fall. „Wir waren mit zehn bis 15 Beamten vor Ort wohl auch zu viele“, gesteht er. Aber es sei leichter, seine Leute früher heimzuschicken, als zu wenige zu haben, wenn’s notwendig ist. So war alles „absolut unauffällig, ruhig und sehr angenehm“, sagt er gestern und freut sich darüber, dass es eine Wiederholung geben soll.

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