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Symbolbild.

Abiturprüfungen

Mit Schreibzeug, Snack und Talisman - Abi-Prüfungen beginnen

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Der 29. Juni – es ist traditionell ein Freitag – ist für die bayerischen Abiturienten heuer der Tag der Erlösung. Dann erhalten sie im Erfolgsfall ihre Zeugnisse und werden in die „Freiheit“ entlassen. Aber bis dahin ist es noch ein mitunter steiniger Weg. Heute beginnen die schriftlichen Abiturprüfungen.

Landkreis– Das Reglement ist vorgegeben und in jedem Jahr für alle Gymnasien im Freistaat gleich. Die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen haben an vorher festgelegten Tagen stattzufinden. Start ist am heutigen Mittwoch mit der schriftlichen Mathematik-Prüfung. Am nächsten Montag, 7. Mai, müssen die Prüflinge ihr Wissen in dem selbstgewählten dritten Abiturfach unter Beweis stellen, am Freitag, 11. Mai, steht Deutsch auf dem Prüfungsplan. Ins Kolloquium müssen die K 12er vom 4. bis 8. Juni. Die zweite mündliche Prüfungswoche ist für den 11. bis 15. Juni angesetzt.

Die Zahl der Prüflinge ist an den Gymnasien im Fünfseenland konstant. 129 junge Frauen und Männer wollen heuer am Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting das Zeugnis der Reife erlangen. Auch am Tutzinger Gymnasium stellen sich mit 73 potenziellen Absolventen in etwa gleich viele Schüler den Prüfungen wie im Vorjahr. Das Ammersee-Gymnasium in Dießen meldet 90 Prüflinge. Am Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching starten heute 167 eigene Schüler in den Prüfungsmarathon und 18 Schüler der Montessori-Schule Biberkor. Die Schüler aus dem Berger Ortsteil müssen ihre Abiturprüfungen an Gymnasien im Umkreis absolvieren, weil die Schule in Biberkor zwar genehmigt, aber nicht staatlich anerkannt ist. Im Vergleich zu den Vorjahren gehen am Gymnasium Starnberg mit 126 Schülern relativ viele Prüflinge ins Abitur. Diese Zahl wird sich nach Auskunft des Oberstufenkoordinators Rolf Ostermaier in den nächsten Jahren wieder nivellieren.

Einen Ausreißer meldet das Landschulheim Kempfenhausen mit nur 53 Prüflingen, gut 20 weniger als in den Vorjahren. Eine Erklärung hat Direktor Elmar Beyersdörfer nicht, nur eine Vermutung: „Da hat es möglicherweise Verluste in der Mittelstufe gegeben.“ Damit in den Abiturprüfungen nicht noch weitere Kempfenhausener Gymnasiasten auf der Strecke bleiben, dafür müssen sie selbst mit ihren Leistungen sorgen. Die Schulleitung kann nur Vorsorge treffen, dass alles mir rechten Dingen zugeht. Die Schüler sitzen bei den schriftlichen Prüfungen allein am Tisch, räumlich deutlich von den anderen Prüflingen getrennt, drei Lehrkräfte beaufsichtigen das Geschehen.

Handys und andere digitale Speichermedien haben in dem Prüfungsraum nichts zu suchen, sie müssen am Eingang abgegeben werden. Wenn jemand zur Toilette gehen muss, notiert die Aufsicht nicht nur den Namen, sondern auch die Dauer der Abwesenheit. „Wenn jemand aber besonders geschickt ist, sich unerlaubte Hilfe zu verschaffen, sind wir machtlos“, räumt Beyersdörfer ein.

Am Gymnasium Starnberg wird auch Technik eingesetzt, um Schummlern auf die Schliche zu kommen. Vorbeugend wird bei der Abiturbelehrung darauf hingewiesen, was nicht erlaubt ist, zum Beispiel Spicker und digitale Geräte. „Das kontrollieren wir, aber auf Details möchte ich verständlicherweise nicht eingehen“, sagt der Oberstufenkoordinator, Studiendirektor Rolf Ostermaier. Jeder Schüler müsse selbst dafür sorgen, dass er „sauber“ den Prüfungssaal betritt. Handys und andere digitale Geräte würden nicht eingesammelt. Ostermaier: „Da kommt dann hernach ein Schüler und beklagt einen Kratzer auf seinem Smartphone oder dass seine Daten ausgelesen worden seien. Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen.“

Die Direktorin des Otto-von-Taube-Gymnasiums appelliert an ihre Prüflinge, Handys zu Hause zu lassen. „Wer dennoch eines mitbringt, muss es am Eingang zum Prüfungsraum abgeben. Das Gerät wird dann eingetütet und adressiert“, erklärt Oberstudiendirektorin Sylke Wischnevsky.

„Auf den Tischen der Prüflinge haben nur das Schreibzeug, kleine Snacks und bei Bedarf ein Talisman etwas zu suchen“, sagt Bruno Habersetzer, Direktor der Tutzinger Gymnasiums. Handys müssen am Eingang abgegeben werden. Die Schultaschen werden an den Wänden des Prüfungsraumes abgelegt. Den Raum selbst lässt die Schulleitung vor Beginn der Prüfungen auf Auffälligkeiten absuchen, das Gleiche gilt für die Schultoiletten.

Auf die Belehrungen vor Beginn der Prüfungsphase setzt Alfred Lippl, Leiter des Ammersee-Gymnasiums in Dießen. Elektronische Speichergeräte dürfen in den Prüfungsraum nicht mitgenommen werden. „Wie sind kein Hochsicherheitstrakt, Leibesvisitationen wird es also nicht geben“, sagt Lippl. „Stichprobenartig werden wir aber prüfen. Wer es darauf anlegt und sein Handy dabei hat, der erfüllt den Unterschleif, auch wenn das Handy ausgeschaltet sein sollte. Die Arbeit wird dann mit 0 Punkten bewertet.“

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