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Anfang Januar gab es den letzten schweren Unfall zwischen Dießen und Rott.

Unfallschwerpunkt

Kein Tempolimit zwischen Dießen und Rott

Dießen - Berichte von Verkehrsunfällen auf der Staatsstraße 2055 zwischen Dießen und Rott sind keine Seltenheit. Eine Wesslingerin beantragte eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die das Landratsamt Landsberg ablehnte.

Gabriele Kieselbach kennt die Strecke zwischen Dießen und Rott sehr gut. Immer wieder ist sie dort unterwegs, um ihre Enkel von der Schule abzuholen. „Immer wieder kommt es auf der Straße zu Unfällen. Deswegen fühlte ich mich veranlasst, eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beantragen“, erklärt die Wesslingerin. „Wenn einmal ein schwerer Unfall mit Todesfolge passiert, dann ist das Geschrei groß“.

Drängeln, überhöhte Geschwindigkeit und riskantes Überholen seien auf der Straße keine Seltenheit und ein weiterer Grund für ihre Forderung nach einem Tempolimit. „Ein Fahrzeug darf laut Straßenverkehrsordnung nur so schnell gefahren werden, dass es ständig beherrscht werden kann“, erklärt Franz Kreuzer, Verkehr-Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Landsberg am Lech. 

„Dabei ist die Geschwindigkeit insbesondere den Straßen,- Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten anzupassen.“ Im konkreten Fall würden bereits die Fahrbahnbreite, die Kurven und Unebenheiten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h verbieten, sagt er weiter. Das Drängeln, zu dichtes Auffahren oder riskantes Überholen führt Kreuzer auf ein Fehlverhalten der Fahrer zurück.

 Dies sei kein Anlass für ein Tempolimit. Zudem sei die Strecke zwischen Rott und Dießen nicht als Unfallhäufungsstrecke in Erscheinung getreten. Dieser Stellungnahme schließt sich auch der Amtsleiter des Staatlichen Bauamt Weilheim, Michael Kordon, an: „Wir konnten auf der Staatsstraße keine besonderen Unfallauffälligkeiten feststellen, was eine Voraussetzung für die Geschwindigkeitsbegrenzung wäre.“ Staatsstraßen werden jeden Tag von durchschnittlich 4000 Fahrzeugen befahren.

 „Auf der 2055 sind es lediglich 1000, was zeigt, wie wenig die Straße befahren wird.“ Ob das Tempo begrenzt wird, letztlich das Landratsamt. Als zuständige Straßenbaubehörde wird das Staatliche Bauamt ebenso wie die Polizei gebeten, eine Stellungnahme abzugeben. „Im Normalfall schließen wir uns der Meinung der beiden Behörden an, da es erfahrene Stellen sind“, berichtet Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts. Also bleibt erstmal alles beim alten.

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