Polizei-Bilanz

Stürzende Radfahrer, illegale Bootstouren

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Landkreis Starnberg - Ein Sommerwochenende am und auf dem See bereitet der Polizei Arbeit. Vor allem Radfahrer und Bootsbesitzer hielten die Beamten auf Trab.

Ein halbes Dutzend Fahrradunfälle, dazu reihenweise Verstöße auf dem See – für die Beamten der Starnberger Polizeiinspektion sind lange Sommerwochenenden stressig. Eine Übersicht der vergangenen Tage:

Fahrradunfälle

In den meisten Fällen stürzten die Radfahrer ohne Fremdeinwirkung. Aber nicht alle: In Leutstetten stürzte eine 31-Jährige am Samstagnachmittag, nachdem ihr eine Wespe ins Auge geflogen war. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus. Dorthin wurde auch eine 14-Jährige gefahren, die auf der Lenbachstraße in Starnberg mit einem Fuß in die Speichen geraten war – der Sturz war unausweichlich. Die junge Bergerin konnte das Krankenhaus schnell wieder verlassen. Eine andere Bergerin (78) blieb beim Radeln auf dem Radweg entlang der B 2 nahe des Landratsamtes mit dem Lenker an einem Zaun hängen und stürzte. Auch sie musste im Klinikum behandelt werden. Drei Verletzte forderte ein Unfall am Samstagnachmittag an der Einmündung des Lindenwegs auf die Possenhofener Straße. Ein Tourist (27) hatte beim Radeln den Berg hinunter offenbar nicht alles im Griff – er schaffte es nicht, rechtzeitig zu bremsen, und fuhr in einen Roller. Der Radler flog über Rollerfahrer und Sozius; alle drei erlitten leichte Verletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Bootsvorfälle

Die Beamten der Wasserschutzpolizei hatten auf dem Starnberger See alle Hände voll zu tun. „Regelmäßig fallen ihnen Motorbootführer, Segler und Ruderer auf, die sich nicht an die Regeln halten, aber auch Stand-Up-Paddler müssen immer wieder beanstandet werden. Alleine am Sonntag ahndeten sie eine Vielzahl von Verstößen“, teilte die Inspektion am Sonntag mit. Mehrere Bootsführer und Paddler ignorierten Laichschutzgebiete – das gibt eine Anzeige beim Landratsamt. Mit der dürfen sich auch eine Reihe von Motorbootkapitänen herumschlagen, die ohne Kennzeichen fuhren und damit illegal. Gegen zwei Segler wurden Verfahren eingeleitet, weil sie ohne Grund einen „Flautenschieber“ einsetzten – was verboten ist, wenn der Wind reicht. „Ein wirkliches Segelfeeling dürfte dabei aber nicht aufkommen, wenn man sich nicht einmal die Mühe macht, die Segel zu setzen“, kommentierte êin Beamter.

Wenig beachtet werden die Regeln, die Bootsführern einen Mindestabstand von 300 Metern zum Ufer vorschreiben – außer beim langsamen Anlegen. „Ein 61-jähriger Tutzinger war nicht der einzige, der den vorgeschriebenen Abstand mit seinem Motorboot deutlich unterschritten hat. Der Mann verhielt sich besonders dreist, als er vor dem Badesteg der Klinik Höhenried etwa 20 Meter vom Ufer entfernt sogar noch zwischen den dort Badenden hindurch fuhr“, heißt es im Bericht.

Rubriklistenbild: © ike

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