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Heino und Marie-Jeanette Ferch besuchten die Koordinatorin des Theotinum Kinderhospiz’ Dießen, Irmgard Schleich (Mitte), in ihrem Büro im Klosterhof in Dießen. 

Theotinum Kinderhospiz

Ratefuchs Ferch teilt sein Glück

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Das Theotinum Kinderhospiz Dießen freut sich über die bislang höchste Einzelspende: 25000 Euro, gespendet von Schauspieler Heino Ferch.

Dießen/Stegen – Irmgard Schleich vom Theotinum Kinderhospiz in Dießen kann ihr Glück noch gar nicht fassen. Für das Kinderhospiz hat sie aus prominenter Hand eine Spende in Höhe von 25 000 Euro erhalten, mit Abstand die größte Einzelspende bislang. „Normalerweise bekommen wir Spenden zwischen 100 und 1000 Euro“, sagt Irmgard Schleich. Spender ist diesmal Schauspieler Heino Ferch, der mit seiner Frau Marie-Jeanette und den beiden gemeinsamen Kindern in Stegen lebt.

Die Idee zur Spende habe seine Frau Marie-Jeanette gehabt, erzählt Ferch beim Besuch im Büro des Hospizvereins im Klosterhof in Dießen. „Dorthin laden wir alle Spender zum Kaffee ein“, erklärt Irmgard Schleich, um sie mit der Arbeit bekannt zu machen. Marie-Jeanette Ferch hatte vom Theotinum aus der Zeitung erfahren.

Der Geldsegen ist dem Wissen und auch einem Quäntchen Glück von Heino Ferch zu verdanken. Als Gast bei der ARD-Rateshow „Wer weiß denn sowas XXL“ im Januar hatte sich der 54-Jährige bis ins Finale durchgeraten und den ersten Preis, dotiert mit 50 000 Euro, abgeräumt. „Man arbeitet sich durch Frageblöcke und muss teilweise recht skurrile Fragen aus erstaunlichen Bereichen beantworten“, erzählte er bei einem Stück Käsekuchen aus der Schleichschen Küche. Den Gewinn gab er zu gleichen Teilen an die Care-for-Rare-Foundation der Haunerschen Kinderklinik in München und an das Theotinum Kinderhospiz in Dießen. In beiden Fällen geht es dem Familienvater Ferch um das Wohl von Kindern.

Die Care-for-Rare-Foundation hilft Kindern mit seltenen Krankheiten durch verstärkte Forschung und internationale Zusammenarbeit. Das Theotinum ist ein ambulantes Kinder-, Jugend- und Behindertenhospiz, dessen Wunsch es ist, eine stationäre Hospizherberge möglichst am Ammersee anzusiedeln. „Denn hier sind all unserer Begleiter im Einsatz.“ Seit diesem Jahr ist das Theotinum Kinderhospiz anerkannt als eingetragener Verein. „Und mit der Spende sind wir unserem großen Ziel endlich ein Stück nähergerückt“, freut sich Irmgard Schleich. Wenngleich die 100 000-Euro-Marke bei den Spendeneinnahmen noch nicht erreicht sei. 27 Häuser wurden bis dato besichtigt und abgelehnt. „Meist scheitert es an den Finanzen. Spender wie die Ferchs sind leider selten und die Preise steigen weiter. Wir hoffen immer, dass uns jemand ein Objekt überlässt oder vermacht.“

Die Hospizherberge soll allen Menschen offen stehen, also auch pflegenden oder trauernden Angehörigen oder Familien, die einen sterbenskranken Menschen in ihrer Mitte haben und die Entlastung benötigen. Diese bieten 14 examinierte Hospiz- und Kinderhospizbegleiter des Theotinums, von denen sich einige als Hospizbegleiter in der Behindertenhilfe qualifiziert haben. Eine generationsübergreifende Einrichtung wie die gewünschte gibt es in Deutschland noch nicht. Kinderhospize gibt es bislang nur elf.

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