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Alter Bekannter: Simon Brieger hat früher den Jugendtreff besucht – nun leitet er ihn.

Soziale Einrichtung

Das ist der neue Chef beim Jugendtreff

Früher war Simon Brieger selbst Besucher im Dießener Jugendtreff - ab 1- März wird er ihn leiten.

Dießen – Nur noch wenige Wochen ist Ralf Kleeblatt im Amt – dann verabschiedet sich der langjährige Leiter des Dießener Jugendtreffs. Seinen Nachfolger kennt er schon: Simon Brieger. Der besuchte als Jugendlicher selbst gerne den Jugendtreff an der Johannisstraße. Ab 1. März wird er ihn leiten. Der 31-Jährige lebt derzeit in Neuseeland, ist aber am Ammersee aufgewachsen. Seine Familie ist in Dießen zuhause.

In Neuseeland lernte Brieger Taekwondo

Seine ersten pädagogischen Erfahrungen machte Brieger bei seiner Ausbildung zum Erzieher. Ab 2007 arbeitete er dann im Kindergarten in Rott (Landkreis Landsberg). Nebenher spielte er beim TSV Utting Fußball und absolvierte dort von 2008 bis 2009 ein Freiwilliges Soziales Jahr. Aus dem Uttinger Strandbad ist er vielen Bürgern als der Mann in der Grillhütte bekannt, wo er vier Jahre jobbte.

Dann aber ging es für ihn 18 000 Kilometer in die Ferne. In Neuseeland war Brieger als Rucksacktourist unterwegs, wie er berichtet. Er blieb in Neuseeland und setzte dort seinen beruflichen Werdegang fort. Brieger studierte Pädagogik und absolvierte den „Bachelor for early childhood“. Sport bestimmt auch in Neuseeland einen Teil seines Lebens, allerdings nicht mehr Fußball, sondern Taekwondo. 

Mehr Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen

In Neuseeland kam Brieger zu der Erkenntnis, dass ihm die Arbeit außerhalb des Kindergartens, mit den Jugendlichen von Hastings, mehr Freude bereitet. Ihnen asiatische Kampfkünste nahezubringen, bedeutet ihm viel. Deshalb arbeitet Brieger nach seiner eigentlichen Arbeit als Erzieher häufig zwei bis drei Stunden als Trainer in einer Sporteinrichtung.

Im Oktober 2017 machten ihn Freunde auf die Stellenausschreibung der Marktgemeinde Dießen aufmerksam Brieger gibt zu: Zunächst war es eine merkwürdige Vorstellung, wieder zurückzukehren. Letztendlich aber ließ ihn die Sache nicht mehr los. Per Mail nahm er Kontakt mit der Marktgemeinde auf und sandte seine Bewerbung mitsamt deutscher und neuseeländischer Zeugnisse.

Bewerbungsgespräch per Skype

Die Dießener zeigten sich interessiert – eine Anreise für das Bewerbungsgespräch wollte man Brieger aber nicht zumuten. Per Skype-Konferenz sprachen die Verantwortlichen mit dem designierten Jugendtreff-Leiter. Wenig später bekam Brieger die Zusage. „Seitdem plane ich meine Rückkehr nach Deutschland“, berichtet er. Es sei für ihn eine große Herausforderung, die er aber gerne annehme. 

Er zählt auf seine Erfahrungen und Kenntnisse, die er als Auswanderer in Neuseeland gemacht hat. „Mittlerweile kann ich es gar nicht mehr erwarten, in meinem Heimatort zu arbeiten.“ Ideen hat Brieger bereits – „aber zuerst will ich mir die Situation vor Ort ansehen“.

Von Ursula Nagl

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