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Reich bedacht mit Geschenken wurde Klaus Rechenberger (Mitte) am Donnerstag verabschiedet. An seiner Seite sein Nachfolger Alfred Lippl (l.) und Landrat Thomas Eichinger.

Ammerseegymnasium

Herzlicher Abschied für Schulleiter Rechenberger 

Dießen - Nach zehn Jahren verlässt Schulleiter Klaus Rechenberger das Ammerseegymnasium. Er hatte die neue Schule auf Kurs gebracht.  Nachfolger ist Alfred Nippl.  

Hunderte von Schülern, kunstvoll gestaltete Papierblumen und ebenso viele Blumenbilder mit Gedichten und guten Wünschen hatten das Ammerseegymnasium (ASG) anlässlich der Verabschiedung von Schulleiter Klaus Rechenberger am Donnerstag in ein Blumenmeer verwandelt. „Ihr habt mir eine große Freude bereitet und alles getan, um mir den Abschied möglichst schwer zu machen“, betonte er. An seinen Nachfolger Alfred Lippl gewandt fügte er hinzu: „Passen Sie mir gut auf das Ammerseegymnasium auf.“

In Wort und Bild und mit wundervollen Musikbeiträgen ließen das Lehrerkollegium, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-West, Oberstudiendirektor Stephan Zahlhaas, Landrat Thomas Eichinger, Dießens Schulreferentin Bea von Liel, Vertreter des Elternbeirats und des Fördervereins, die Big Band und der Lehrerchor die Jahre seit der Schulgründung Revue passieren. Im September 2006 sei „der Dampfer ASG“ mit 37 Leichtmatrosen und 329 nicht immer ganz pflegeleichten Passagieren vom Stapel gelaufen – eine junge Mannschaft, die schulischen Dingen noch weitgehend unbeleckt, aber hochmotiviert gewesen sei. Mittlerweile unterrichteten 95 Referendare im ASG, elf Hochzeiten wurden gefeiert und 45 Babys geboren. Lange Zeit, so Georg Büttner und Anita Groß, sei das Kollegium das jüngste Bayerns gewesen. Heute hat die Schule 27 Klassen, die von 70 Lehrern unterrichtet werden.

Stephan Zahlhaas würdigte Rechenberger als einen Schulleiter mit einem „trefflichen Gespür für wichtige Themen“, der es stets gut verstanden habe, seine Mitarbeiter gemäß ihrer Fähigkeiten und Interessen zu fördern. Es sei mutig gewesen, sich vor zehn Jahren für die Neugründung eines G8-Gymnasiums zu bewerben. „Sie haben das Klassenziel erreicht“, attestierte auch Landrat Thomas Eichinger. „Unser Kerngeschäft ist der Unterricht“, das sei die Formel, die Schulleiter Rechenberger häufig benutzt habe, erinnerte sich Personalratsvorsitzender Dr. Johannes Hauck. Heute hinterlasse Rechenberger eine Schule, die viel mehr sei als eine „gigantische Notenmelkmaschine“.

Mit einer originellen Interpretation des Musical-Songs „Hakuna Matata“ („Alles in bester Ordnung“) und einem großen Plüschlöwen verabschiedete sich der Lehrerchor in Anspielung auf Rechenberges Reiseleidenschaft, die ihn häufig nach Afrika führt.

Das letzte Wort hatte wie immer der Schulleiter. Als die schönste Zeit seiner Schullaufbahn werde ihm der Unterricht in Erinnerung bleiben. Man werde 45 Minuten nicht gestört und könne sich auf das konzentrieren, was man am liebsten tue: Junge Menschen in Fächern zu unterrichten, die man selbst liebe.

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