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Viele Denker unter einem Dach

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Freude aufs DenkerHaus: (v.l.) Alexander Lippner, Andreas Schmige, Marc Schlüpmann und Peter Sander. Foto: Nagl

Dießen - Rund 1000 Freiberufler, Selbstständige und Homeworker arbeiten in der Ammersee-Region. Die Initiative DenkerHaus möchte einigen von ihnen die Möglichkeit zur räumlichen und fachlichen Kooperation bieten.

Nach langer Suche, so scheint es, hat der Gründerkreis eine geeignete Immobilie gefunden, in der das geplante Co-Working realisiert werden könnte. Zirka 25 Philosophen, Journalisten, IT-Spezialisten, Übersetzer und andere Selbstständige haben sich am Montag auf den Weg zur Prinz-Ludwig-Straße 2 im Ortszentrum Dießens gemacht, um die Räumlichkeiten über der ehemaligen Metzgerei und die Gründer der Initiative kennen zu lernen.

Derzeit werden Gespräche mit der Gemeinde Dießen als Eigentümerin der Liegenschaft geführt. Im Erdgeschoss möchte Hauptmieter Guido Webert mit seinem Trödel- und Antiquitätengeschäft einziehen, das er seit sieben Jahren an der Mühlstraße betreibt. Im Obergeschoss könnte sich die DenkerHaus-Initiative einrichten: Sieben Räume der großen, hellen Wohnung würden sich als Büros eignen. Dazu kommt ein Konferenzraum, eine Küche, der Sanitärbereich und ein großzügiger Eingangsbereich, in dem bestenfalls schon ab März die ersten Kunden empfangen werden sollen. Wie Hans-Peter-Sander, Marc Schlüpmann und Andreas Schmige als Mitbegründer der Initiative vor Ort erläuterten, gibt es in Deutschland bereits 91 „Co-Working-Spaces“, zum Beispiel das Beta-Haus in Berlin. „Jeder Freiberufler ist Individualist“, weiß Sander, „wichtig ist aber auch eine angenehme Arbeitsatmosphäre, ansprechende Räumlichkeiten für Business-Gespräche und der Austausch mit Kollegen“. Nicht zu vergessen die finanziellen und fachlichen Synergieeffekte, die sich durch das Co-Working ergeben können.

Im Gewerkhaus in der Krankenhausstraße werde diese Idee bereits auf handwerklicher und künstlerischer Ebene praktiziert. „Wohlfühlen und Arbeiten“, laute das Motto, ob „armer Poet" oder international aufgestellter „Hochkaräter“. Deshalb ist im Raumkonzept der DenkerHaus-Initiative für jeden Geldbeutel etwas dabei. Auch Halbtags- oder Monatsarrangements sowie über längere Zeiträume sind angedacht.

Als Gesellschaftsform ist ein Genossenschaftsmodell geplant. Schon am Samstag, 3. Dezember, macht der Gründerkreis, der bereits in der bundesweiten Co-Working-Initiative mitarbeitet, erneut ein Infoangebot. Unter dem Motto „Ein DenkerHaus für Kommunikative am Ammersee“ trifft man sich von 16 bis 18 Uhr im KultCafé (Blaues Haus).

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