„Für die umgebende Natur fühlen wir uns verantwortlich“, versicherte Rainer Salfeld bei der Vorstellung des neuen Konzepts im ehemaligen Kloster. Foto: Nagl

Artemed bald auch in Dießen

Dießen - 2016 ist die Eröffnung geplant. Artemed stellte dem Dießener Gemeinderat das Konzept für ihre künftige psychosomatische Einrichtung im ehemaligen Kloster St.Vinzenz.

„Unser großes Ziel ist es, das Kloster St. Vinzenz in eine moderne Klinik mit klösterlichem Ambiente zu verwandeln“, erklärte Professor Rainer Salfeld am Montag dem Gemeinderat. Wie berichtet, übernimmt die Artemed-Gruppe, zu deren Gründern Salfeld gehört, das Kloster zum 1. Dezember in Erbpacht. Es soll eine psychosomatische Klinik für 80 Patienten geschaffen werden.

Dieser Entscheidung sei auf Vermittlung des Bistums Augsburg ein intensiver Dialog mit den Klosterschwestern des Heiligen St. Vinzenz vorangegangen, die sich eine Fortsetzung des Pflegegedankens wünschten. Diesbezüglich, erklärte Dr. Simon Machnik, Kaufmännischer Leiter des Benedictus Krankenhauses Feldafing, sei Artemed mit acht Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sehr erfahren.

Für die geplante psychosomatische Klinik sei das klösterliche, spirituelle Ambiente hingegen ideal. Angedacht, so Salfeld, sei keine „Blackbox“, sondern ein offenes Gebäude mit offenem Grundstück, das auch Gästen und Anwohnern zur Verfügung stehe. Die Basistherapie für Patienten mit Burnout, leichten Depressionen oder psychosomatischen Schmerzen bestehe aus Gruppen- und Einzeltherapie. Rund 120 neue Stellen für Ärzte, Therapeuten, Service und Verwaltung sollen in St. Vinzenz entstehen. Voraussichtlich am 17. Dezember wollen Salfeld und Machnik das Haus für eine „Bürgerfragestunde“ öffnen.

Ein Erschließungs- und Parkplatzkonzept will Artemed gemeinsam mit der Gemeinde erarbeiten. Allerdings werde die Klinik mit drei bis vier Neuaufnahmen pro Tag und einer Verweildauer von sechs bis acht Wochen „kein Taubenschlag“ werden. Auch Verkehr durch Rettungswägen sei auszuschließen. Franz Kubat (DB) regte eine Erschließung von Süden, über Klosterberg und St. Stephanweg an. Bestehende Nebengebäude sollen nach Möglichkeit als Therapieräume, Werkstätten und Kreativräume genutzt werden.

„Für die umgebende Natur“, so Salfeld, „fühlen wir uns verantwortlich, sie macht die Schönheit des Grundstücks aus. Auch den Obstgarten werden wir hegen und pflegen“. Kirche und Artemed setzten auf weitere 100 Jahre gute Nachbarschaft. 2016 soll die Klinik eröffnet werden.

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