Bürger machen mit

Diessen - Die LEADER-Aktionsgruppe Ammersee startet engagiert in zweite Förderperiode: 50 Besucher beim Workshop. Das ist beachtlich.

Beim ersten Bürgerworkshop zum Auftakt der zweiten LEADER-Förderperiode ist es spät geworden. Mehr als 50 Gäste sind der Einladung der Aktionsgruppe (LAG) Ammersee in die Aula des Ammersee-Gymnasiums gefolgt und haben in sechs Arbeitsgruppen an den Grundlagen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) mitgearbeitet. Diese sollen als Strategiepapier bis Ende November bei der Programmstelle in Ingolstadt vorgelegt werden.

Ein Schwerpunkt der zweiten Förderperiode von 2014 bis 2020 könnte die interaktive Vernetzung der Region sein. Als erster Schritt in diese Richtung kann bereits die Bürgerbeteiligungs-Online-Plattform www.mein-ammersee-2020.de betrachtet werden, die von der LAG vor wenigen Tagen ins Netz gestellt wurde. Hier können als Fortführung und Reflexionsebene des Bürgerworkshops Ideen zusammengetragen, diskutiert und bewertet werden.

In der nächsten Förderperiode sollen die bisherigen Erfahrungen genutzt, neue Entwicklungen berücksichtigt und wo sie Erfolg versprechen, auch neue Wege beschritten werden, erklärte Projektleiter Detlef Däke. Wie bisher sind Projekte von Gemeinden und von privaten Projektträgern förderfähig, sofern sie einen Beitrag leisten, die gemeinsam formulierten Ziele für die Ammerseeregion zu erreichen. Die größte Herausforderung sei dabei, dass die zwölf beteiligten Gemeinden insgesamt vier Landkreisen angehören. Deshalb sei die Abstimmung mit den Landratsämtern von großer Bedeutung. Und dass eine gewisse Einwohnerzahl erreicht werden muss (wir berichteten). Nun gelte es die Bürgerbeteiligung neu anzukurbeln und neue Einsteiger zu finden. Die Beteiligung am Bürerworkshop machte Mut.

Zu den Bereichen Energie/ Umwelt/Klima, Wirtschaft/Landwirtschaft/Handwerk/Tourismus, Infrastruktur/Siedlungentwicklung/Landschaftspanung, Kultur/Brauchtum/Tourismus, Bildung/Sport/Jugend und Soziales/Demographie wurden in den Arbeitsgruppen Stärken und Schwächen der Region diskutiert und Schwerpunkte herausgearbeitet. Schnittmengen traten auf bei besserer Vernetzung oder dem Konflikt zwischen Infrastruktur und Naturschutz.

Die Ergebnisse des 1. Bürgerworkshops werden nächste Woche auf www.mein-ammersee-2020.de vorgestellt. Für den 16. Oktober ist bereits der nächste Bürgerworkshop geplant, der an die Ergebnisse des ersten Treffens anknüpfen soll. Neuzugänge sind immer willkommen.

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