"Es erinnert an eine Sperrmüllsammlung"

Erich Neugebauer prangert im Finanzausschuss überquellende Kabinen im Strandbad Riederau an. Nun sollen Spinde, Kabinen und Liegeplätze aufgeräumt und neu vergeben werden

Die Vergabe von Spinden, Kabinen und Liegeplätzen im Strandbad Rieder-au soll vor der Badesaison 2012 neu geregelt werden. Im Zusammenhang mit dem Pächterwechsel im Frühjahr „sind diesbezüglich Mängel deutlich geworden, die behoben werden müssen“, erklärte Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) am Montag im Finanzausschuss.

Kabinen, Spinde und Liegeplätze sollen zukünftig von Saison zu Saison neu vergeben werden. Spinde und Kabinen, die bis zum 15. November nicht geräumt sind, sollen, so der Beschluss des Gemeinderats, vom Bauhof gegen Gebühr geleert werden. Freizeitkapitäne können ihre Liegeplätze im Strandbad Riederau noch bis zum Auslauf der gültigen Mietverträge im Oktober 2012 nutzen. Dann müssen auch sämtlich Boote wie Segelschiffe und Surfbretter entfernt werden.

Ab 2012 stehen die 47 Liegeplätze nur noch von April bis Oktober zu Verfügung, eine ganzjährige Nutzung wird es nicht mehr geben. „Nur so haben wir die Chance, das Bad im Winter aufzuräumen“, erklärte der Bürgermeister. Dass diese Notwendigkeit besteht, demonstrierte Amtsleiter Erich Neugebauer mit einer Reihe von Fotos: Unordentlich gestapelte, verwitterte Boote, überquellende Kabinen und Schränke. „Manchmal erinnert es an eine Sperrmüllsammlung“, meinte Neugebauer beim Betrachten.

Der Tenor im Gemeinderat ging dahin, dass Privilegien im Rahmen der Strandbadnutzung nicht zum Gewohnheitsrecht für einen kleinen Personenkreis werden sollten. Edgar Maginot (CSU) gab zu bedenken, dass zumindest die Privilegien des Sportclub Riederau geschützt werden sollten. Der Verein kann derzeit vier große und vier kleine Liegeplätze kostenlos nutzen.

Außerdem sprach sich das Gremium gegen den von den Ortsteilsprechern vorgeschlagenen Bau von fünf neuen Umkleidekabinen aus. „Eine Kabine kostet die Gemeinde im Jahr rund 106 Euro, soviel zur Wirtschaftlichkeit“, rechnete Wolfgang Salzmann (CSU) vor und Michael Behrendt (UBV) betonte, dass die Badegäste im Strandbad St. Alban auch keine Liegen und sonstige Badeutensilien „zwischenlagern“ können. Wer einen Spind, eine Kabine oder einen Liegeplatz mieten möchte, kann sich bis März 2012 bei der Gemeindeverwaltung melden.

Von Ursula Nagl.

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