Frohe Runde: Die Gründer des Ammersee Denkerhauses (v.l.) Andreas Schmige, Marc Schlüpmann und Hans-Peter Sander stoßen auf ihren Erfolg an. foto: una

Mit Gedankenaustausch zum Erfolg

Dießen - Nach nur einer Woche knallen schon die Korken: Die Gründer des Ammersee Denkerhaus feiern mit zahlreichen Gästen einen gelungenen Start in die erste Arbeitswoche.

Kaum eröffnet, wird schon gefeiert. Erst vor genau einer Woche hatte das Denkerhaus am Ammersee seinen Betrieb aufgenommen. Nun wurde am Wochenende der gelungene Start in die erste Arbeitswoche gefeiert. Ein passendes Motto für das Fest fiel der bayerischen Managerin für das Leader-Projekt, Irmgrad Neu-Schmid, ein. Sie zitierte Henry Ford: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.“

Nach dreijähriger Vorbereitungszeit freuten sich insbesondere die Denkerhaus-Gründer Marc Schlüpmann (App-Entwickler), Andreas Schmige (Unternehmensberater), Hans-Peter Sander (PR-Berater) und deren Gäste, von denen sich in der Eröffnungswoche schon einige einen Arbeitsplatz im Denkerhaus gesichert haben.

So auch Thorsten Ludwig. Er hat sich im Denkerhaus eingemietet und entwickelt und vertreibt dort Barfuß-Schuhe. „Das Tätigkeitsspektrum der Freiberufler, Selbstständigen, Kleinunternehmer, Homeworker und Studenten, die sich in der ersten Woche hier umgeschaut und eingemietet haben, ist groß“, freut sich Hans-Peter Sander. Die bunte Runde bei der Feier gab ihm recht: IT-Spezialisten, Buchautoren, Fotografen, Journalisten oder Vertriebsexperten zeigen sich gleichermaßen begeistert von der Zusammenarbeitsidee: Schreibtische, Büros, Besprechungsräume sind flexibel, kurzfristig oder auch dauerhaft nutzbar. Statt Homeworker-Tristesse ist Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Kollegen angesagt. Die drei Einzelbüros im Denkerhaus sind für die ersten Monate bereits ausgebucht.

Insgesamt 13 Coworking-Arbeitsplätze sind vorhanden, sechs davon im großen, möblierten Gemeinschaftsbüro. „Hier herrscht Bibliotheksatmosphäre“, erklärt Sander. Zum Telefonieren geht man raus auf den Flur, ins Telefonierzimmer oder auch in die Kaffeeküche, wo es jeden morgen einen kleinen Frühstücksservice gibt. Dessen Erlös geht an die Dießener Hilforganistation „Zukunft für Kinder der Welt“.

Drucker, Scanner oder Kopierer, kurz die gesamte Büroausrüstung und ihre Nutzung ist im Mietpreis inbegriffen. Auch regelmäßige Ausstellungen von kreativen Coworkern sollen kontinuierlich das Ambiente bereichern. Derzeit sind Arbeiten der Schondorfer Ateliergemeinschaft 5Blanks zu sehen. Für Besprechungen, Seminare, Fotoshootings oder andere raumgreifende Ereignisse steht der Mehrzweckraum im Erdgeschoss zur Verfügung.

Für Leader-Managerin Neu-Schmid ist die Coworking-Idee eine nachhaltige Innovation im ländlichen Raum, die wertvolle Arbeitsplätze sichert. Außerdem betonte Neu-Schmidt, dass Leader-Arbeitsgemeinschaften in anderen Regionen die Entwicklung dieses vorbildlichen Projekts mit großem Interesse beobachten würden.

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