Höchste Aufklärungsquote seit langem

Dießen - Die Polizei Dießen verzeichnet für 2010 die höchste Aufklärungsquote seit 20 Jahren am Ammersee Westufer. Weniger stolz verweisen die Beamten in ihrer Bilanz auf eine steigende Gewaltbereitschaft.

Zwar nehmen die Straftaten ab, dafür ist die Zahl der Körperverletzungen gestiegen - zumindest im Einsatzbereich der Polizeiinspektion Dießen im vergangenen Jahr. Zu diesem Bereich zählen außer der Marktgemeinde Dießen auch die Gemeinden Utting, Schondorf, Greifenberg, Eching und Finning.

Mit 747 registrierten Straftaten verzeichnet die Inspektion gegenüber 2009 einen Rückgang um 14 Prozent. 222 mal wurden Diebstähle angezeigt. Von 70 im Vorjahr auf 92 ist die Zahl der Körperverletzungen angestiegen, dafür nahm die Zahl beim Vandalismus um 61 auf 106 ab. In Erinnerung ist aus dem Vorjahr der Raubüberfall in einem Greifenberger Discounter im Februar. Ein Verfolger wurde vom flüchtenden Täter angeschossen. Der Räuber konnte bis heute nicht gefasst werden. Dann gab es die Eifersuchtstat (Messerangriff) im Therapiezentrum Bischofsried Anfang Juli. Der Täter wurde noch am gleichen Tag in München festgenommen. In Erinnerung ist auch die Diebstahlserie von Außenbordmotoren am Westufer. Ein tatverdächtiges Duo aus Ungarn wurde an der Grenze von Österreich nach Ungarn gefasst.

Für große Aufregung hatte im Oktober eine Amoklauf-Ankündigung am Ammerseegymnasium gesorgt. Der Schüler wurde unterdessen zu Jugendarrest verurteilt.

Insgesamt stellten die Dießener Beamten fest, dass die Leute aggressiver geworden sind, verbal und tätlich und auch gegen Beamte. Schutzweste, Pfefferspray und Schusswaffe können daher mittlerweile zur festen Ausrüstung. Stolz verweist Dienststellenleiter Hartwin Lang auf die Aufklärungsquote von 62,7 Prozent. Sein Dank gilt den Gemeinden, dem Landratsamt und der couragierten Bevölkerung, die aktiv an daran teilhatten. Es ist die höchste Quote der vergangenen 20 Jahre.

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