Schulbus stürzt Hang hinab: Zwei Kinder getötet - mehrere Kinder schwer verletzt 

Schulbus stürzt Hang hinab: Zwei Kinder getötet - mehrere Kinder schwer verletzt 

Neue Zuversicht für Radlweg Birkenallee

Dießen - Der Gemeinderat Dießen hat sich am Montag ebenso wie zuvor die Gemeinden Pähl und Raisting für eine Machbarkeitsstudie zugunsten der Radwegverbindungen Dießen-Raisting und Dießen-Fischen ausgesprochen.

Die Kosten (10 750 Euro) übernehmen die beteiligten Gemeinden zu je einem Drittel (3584 Euro). Die Untersuchung soll bis Januar abgeschlossen sein soll.

„Da geht nix“ - diese These sei in den vergangenen Jahren auch von Bürgermeister Herbert Kirsch vertreten worden, erinnerte sich Erich Schöpflin (SPD) und wollte wissen, ob es mittlerweile wieder berechtigten Anlass zur Hoffnung auf die Radwegverbindungen im Naturschutzgebiet gäbe. „Es gibt neue naturschutzfachliche Erkenntnisse“, erklärte Kirsch. Ihm sei es besonders wichtig, die Verbindung Dießen-Raisting nicht aus den Augen zu verlieren. Geprüft werden soll auch, ob die Radwege mit geringem Aufwand machbar seien. „Das sollte uns das Geld wert sein.“

Ein Treffen der Bürgermeisterkollegen aus Pähl (Werner Grünbauer) und Raisting (Martin Höck) habe bereits stattgefunden und sei von einer Europaabgeordneten beratend begleitet worden. Nun gelte es nochmals alle Gruppierungen, die Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd, den Bund Naturschutz, die Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange, an einen Tisch zu holen. „Es gibt neue Ansätze“, betonte auch Kirschs Vize, Peter Fastl. „Wir bekommen mit der Machbarkeitsstudie eine Arbeitsgrundlage die wichtig ist, und es sieht besser aus als vor zehn Jahren bei Einstellung des Planfeststellungsverfahrens. Damals befand sich das FFH-Naturschutzgebiet noch in der Ausweisung.“

Michael Hofmann (Bayernpartei) erinnerte an die sieben Radwegvarianten, die in den vergangenen sieben Jahren zwischen Dießen und Raisting geprüft worden waren, was erhebliche Kosten verursacht habe. „Mich nervt dieses Thema“, polterte Marianne Scharr (DB). „Seit Jahren fahren die Radler auf der Kreisstraße nach Raisting. Wo ein Wille ist, sollte doch auch ein Weg sein.“ „Das hat nichts mit Willen, sondern mit Eigentumsverhältnissen zu tun“, so Kirsch. Verfahren dauern. Das könne man nicht emotional lösen. Es gehe ausschließlich um die beste Lösung, den Radweg westlich der Kreisstraße zwischen Fahrbahn und Gleisen.

Das Planfeststellungsverfahren Birkenallee sei damals wegen „unüberbrückbarer naturschutzrechtlichen Belangen“ eingestellt worden. Auch das könne heute anders sein. Es gebe neue Daten und Fakten, die der Bürger erfahren soll. Sicher sei, so Kirsch: „Hier brauchen wir einfach einen langen Atem.“

Auch interessant

Kommentare