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Nach nur enigen Wochen fühlt sich der neue Schulleiter des Ammerseegymnasiums, Alfred Lippl, in Dießen angekommen.

Ammerseegymnasium

Lippls Sprache sind Zahlen und Größen

Dießen - Seit zwei Wochen ist er im Amt: Alfred Lippl (46) ist der neue Schulleiter am Ammerseegymnasium in Dießen. Zurzeit lernt er alles noch kennen, und es fühlt sich gut an.

Der Arbeitstag von des neuen Schulleiters Alfred Lippl beginnt früh: Um 6.45 Uhr steigt er in seinem Heimatort Germering ins Auto, um pünktlich vor Schulbeginn am Ammerseegymnasium (ASG) in Dießen anzukommen. Seiner guten Laune tut das keinen Abbruch: „Nach den ersten zwei Wochen an meinem neuen Arbeitsplatz kann ich sagen, ich wurde sehr freundlich und unvoreingenommen am aufgenommen“, betont der 46-Jährige.

Derzeit, so Lippl, sei er noch damit beschäftigt, die Schule kennen zu lernen. „Wenn man in ein bestehendes System hineinkommt, muss man eben erstmal schauen, wie es aufgebaut ist und wie es funktioniert.“ Neben dem engen Kontakt zum Kollegium konnte der neue Schulleiter bereits erste Gespräche mit der Schülermitverwaltung (SMV), dem Elternbeirat und anderen Gruppierungen führen, die am Schulleben beteiligt sind. Auch zu einem Rundgang durch die Klassen hat er sich Zeit genommen. „Das hat sich gut angefühlt. Schließlich sollen die Schüler nicht nur sehen, wie ich durch ihr Schulhaus laufe, sondern sie sollen auch Gelegenheit haben, mit mir zu sprechen.“ Wünsche und Anliegen die bislang an ihn herangetragen wurden, hat sich Lippl notiert.

Ganz besonders freut sich der Vater von zwei Kindern darüber, dass ihm Zeit bleibt, zwei Stunden pro Woche selbst zu unterrichten. Von seinem Vorgänger Klaus Rechenberger hat der die Mathematik-Intensivierungsstunden in einer fünften Klasse übernommen. „Es ist interessant zu sehen, was die Kinder mitbringen, wenn sie zu uns aufs Gymnasium kommen.“ Ins Schwärmen gerät der Schulleiter, wenn man ihn auf seine Fächer Mathematik und Physik anspricht. „Physik und Mathematik sind für mich Sprachen. Mit Physik kann man Naturphänomene beschreiben, mit Mathematik Zahlen und Größen. Beide haben ihre Grammatik, beide haben ihre Gesetze.“ Und man könne mit diesen Disziplinen nicht nur in der Gegenwart arbeiten, sondern sogar in die Zukunft blicken, meint der Pädagoge. So seien zum Beispiel Satellitenbahnen ebenso berechenbar wie der demographische Wandel.

In die Zukunft des Ammerseegymnasiums blickt der neue Schulleiter optimistisch, freuen würde er sich über den Bau des seit langem geplanten Bootshauses: „Das Bootshaus wäre sicherlich ein neuer, wesentlicher Impuls für unser Schulprojekt Rudern.“ Die wasserrechtliche Erlaubnis des Bootstegs war am Montagabend bereits Thema im Dießener Bau- und Umweltausschuss. Tendenzen, dass es am Ammerseegymnasium ein Zurück zum G9 geben wird, sieht Lippl derzeit nicht: „Das ASG wurde als G8-Gymnasium geboren und in diesem neuen Modus aufgebaut. Das ist gelungen, es läuft gut und ich denke, dass man nach den Anfangsjahren seit 2006 genau weiß, wie man G8 organisieren muss.“ Lippls Kinder besuchen derzeit die sechste und die achte Jahrgangsstufe seiner früheren Wirkungsstätte, des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering. Der Naturwissenschaftler war dort seit 2006 als stellvertretender Schulleiter tätig. Seine Frau unterrichtet am Albert-Einstein-Gymnasium in München Deutsch und Latein.

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