Frauen im Keller eingesperrt

Vermisstenfall stellt sich als Missgeschick heraus

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Dießen  - Eine besorgte Tochter befreit zwei ältere Damen aus einer misslichen Lage. Den beiden war die Kellertür in Schloss gefallen, so dass sie im Keller eingesperrt waren. So lange, dass sie, als die Polizei kam, schon eingeschlafen waren.

Zwei ältere Damen hatten sich am Mittwoch schon auf einen längeren Aufenthalt im Keller der einen eingestellt und waren darüber sogar bereits eingeschlafen, als jemand hartnäckig und laut an die Tür klopfte. Es waren Beamte der Polizei Weilheim, die nach einer der beiden Damen suchten, da diese von ihrer Tochter bereits schmerzlich vermisst wurde.

Die 76-jährige Peißenbergerin war am Mittwoch zu Besuch bei ihrer 71-jährigen Freundin in Dießen – so viel wusste die Tochter. Im Anschluss war sie in Eberfing erwartet worden, kam dort aber nie an. Nachdem die Polizei das Auto der Peißenbergerin vor dem Haus der Dießener Freundin vorfand, suchten die Beamten dort weiter. Als sie aber an die Tür klopften, öffnete niemand. Da ältere Menschen manchmal schwer hören und es schon fast Mitternacht war, blieben die Beamten hartnäckig und klopften etwas lauter weiter. Es dauerte eine Weile, aber schließlich hörten sie ein leises Rufen aus einem Kellerschacht.

Wie sich herausstellte, befanden sich beiden Frauen im Keller. Ihnen war die Kellertür ins Schloss gefallen, die von innen nicht zu öffnen war. Da die beiden Frauen für längere Zeit so eingeschlossen waren, waren sie bereits eingeschlafen, als die Polizei kam. Müde, aber glücklich, dass die Polizei so hartnäckig und laut klopfte, und darüber, gefunden worden zu sein, erklärten sie den Beamten, wo ein Ersatzschlüssel zu holen sei. Gegen 2 Uhr nachts endlich konnten die Frauen befreit werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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