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Das Einsatzboot „Sturmvogel“ bei der Taufe im Jahr 1987 und die alte Hütte im Hintergrund.
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Provisorisches Zuhause für die DLRG in den 60er Jahren: Ein Stabswohnwagen des Bundesgrenzschutzes.
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Ein Rettungsiglu aus dem Jahr 1978.
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1966 bekamen die Retter ihre erste Hütte – auf Leihbasis. 

Feier auf dem Starnberger See

DLRG feiert 100. Jubiläum und sucht neues Zuhause: Gemeinde prüft Möglichkeiten

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Landkreis Starnberg steht vor ihrem 100. Jubiläum. Die Wasserretter nutzen diese Gelegenheit auch, um sich um ihre Zukunft zu kümmern. Sie wünschen sich dringend ein komfortableres Zuhause. Die Gemeinde Pöcking sagt Unterstützung zu und prüft derzeit mehrere Varianten.

Pöcking – „Haus der Retter“: Walter Kohlenz, Vorsitzender der DLRG Pöcking-Starnberg, verwendet diesen Begriff ganz bewusst. Er spielt an auf das „Beccult“, das Haus der Bürger und Vereine, das die Gemeinde derzeit baut. Die Vision, dass auch Feuerwehr und Wasserretter ein komfortables gemeinsames Zuhause in Pöcking bekommen, ist seit ziemlich genau zwei Jahren öffentlich im Gespräch. Konkreter wird die Sache nun genau in dem Jahr, in dem die DLRG im Landkreis ihr 100. und der Ortsverband Pöcking-Starnberg sein 60. Jubiläum feiern.

Auf Anfrage des Starnberger Merkur sagt Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler: „Die DLRG ist eine wertvolle Organisation und sehr unterstützenswert.“ Derzeit würden mehrere Varianten für eine Unterbringung der Retter geprüft. Ein Ingenieurbüro arbeite an einer Machbarkeitsstudie. „Sie sind sehr weit. Mir liegen Zwischenergebnisse vor“, berichtet Schnitzler. Wie sie konkret aussehen, möchte er aber noch nicht öffentlich sagen. Davor wolle er die Optionen mit den Rettungsorganisationen und dem Gemeinderat erörtern.

Es lag unter anderem am Großprojekt Bürgerhaus, dass die Gemeinde Pöcking sich mit einem Retterhaus zuletzt weniger beschäftigte. Eine Option dürfte nach wie vor ein Neubau neben dem Autohaus Bauer an der Weilheimer Straße sein, der ursprünglich nur für die Feuerwehr angedacht war. Teil der Erwägungen ist auch das bestehende Feuerwehrhaus neben dem Rathaus.

DLRG im alten Feuerwehrhaus? Keine gute Idee, findet der Chef

DLRG-Chef Kohlenz sieht darin keine gute Lösung für seine Einsatzkräfte. Er ist sicher, dass die Fahrzeuge – bis zum Jahr 2020 werden es vier Stück sein – dort nicht genügend Platz hätten. Derzeit stehen sie am Bauhof und in der alten Bahnhofstraße. Alles andere als ideal, findet Kohlenz.

Das Platzproblem ist der Auslöser der DLRG-Wünsche: Im Gerätehaus mit Steg am See im Badegelände Paradies sei es mit dem vielen Material mittlerweile sehr eng in Zeiten, in denen die Anforderungen an Retter steigen. „Wir müssen die Zukunft sichern und uns für die nächste Generation aufstellen.“ Pöcking wachse weiter, und gleichzeitig altere die Gesellschaft.

Kohlenz spricht sich für Synergien aus, dafür, einen Lehrsaal, die Küche und Sanitärräume mit der Feuerwehr zu teilen. In einem neuen Gebäude: „Zweimal aus öffentlichen Geldern zu bauen, ist nicht zu verantworten.“

Die Frage ist aber auch, aus welchen öffentlichen Geldern so ein Projekt finanziert werden könnte. Pöckings Bürgermeister Schnitzler stellt klar: „Feuerwehrangelegenheiten sind eine Pflichtaufgabe der Gemeinde.“ Für die DLRG gilt das nicht, außerdem ist sie nicht nur in Pöcking, sondern im ganzen Landkreis im Einsatz. Deshalb sagt Schnitzler: „Die Gemeinde wird die DLRG unterstützen, aber ich hoffe auch auf überörtliche Fördertöpfe.“

Jubiläumsfeier

100 Jahre DLRG im Landkreis Starnberg, 60 Jahre DLRG Pöcking-Starnberg: Diese beiden Jubiläen feiern die Wasserretter am Freitag, 20. September, mit Freunden und Unterstützern auf der MS Starnberg.

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