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Reise in die Vergangenheit: Roy Friedrich lernte das Volleyballspielen in Chemnitz und spielte bei Samstagsgegner Königs Wusterhausen. Allerdings leidet der Herrschinger Mittelblocker an einer Sprunggelenksblessur. 

Volleyball

Richtungsweisender Doppelspieltag

Herrsching - Für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching steht ein richtungsweisender Doppelspieltag auf dem Programm: Am Samstag spielt der GCDW in Königs Wusterhausen, am Sonntag beim VCO Berlin.

„Wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir auch Erfolg haben.“ Das sagte Herrschings Coach Max Hauser vor dem richtungsweisenden Wochenende. Am Samstag, 19 Uhr, spielt das Hauser-Team bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen, 21 Stunden später (am Sonntag, 16 Uhr) gastiert Herrsching dann noch beim VCO Berlin. In der Hinrunde siegte Herrsching gegen beide Gegner klar mit 3:0.

Die Volleyball-Talente des VC Olympia Berlin, in der Bundesliga seit acht Spieltagen sieglos, schwimmen zumindest im Junioren-Nationaldress auf einer kleinen Erfolgswelle. Vergangene Woche hielt sich die Mannschaft von Bundestrainer Johan Verstappen im WM-Qualifikations-Turnier in Frankfurt gegen Estland und Rumänien schadlos. Im Mai können die deutschen Talente das Ticket für die U21-WM lösen. Dann heißen die Gegner Belgien, Lettland und Polen. Gefährlichster Spieler bei den Hauptstädtern ist Außenangreifer Egor Bogachev. Hauser: „Wir werden den VCO nicht unterschätzen. Wenn wir so spielen wie gegen Rottenburg, werden wir eine böse Überraschung erleben.“ Dennoch: Alles andere als ein Herrschinger Erfolg sollte eine große Überraschung darstellen.

Schwieriger gestaltet sich da schon die erste Partie der dreitätigen Dienstreise. Bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen konnte Herrsching bisher noch nie gewinnen. Und die Rand-Berliner dürften nach der 0:3-Hinspielpackung auf Revanche aus sein. Vor allem den trotz seiner 35 Jahre immer noch bärenstarken Björn Andrae, immerhin Deutschlands Volleyballer des Jahres 2004 bis 2006, sowie Diagonalangreifer Filip Gavenda „müssen wir in den Griff kriegen“, so Hauser.

Der 33-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass nach der enttäuschenden 1:3-Niederlage gegen den TV Rottenburg „der Ton etwas schärfer war“. Zumindest hat der Übungsleiter erkannt, dass „die Jungs gut trainiert haben. Wir sind als Team zusammengewachsen. Das ist auch das, was wir am Wochenende brauchen. Wir haben zwei harte Spiele. Das geht nur miteinander.“ In den Trainingseinheiten legte Hauser den Fokus auf die Volleyball-Grundlagen. Weniger Aufschlagfehler, mehr Aufschlagdruck. Auch im Angriff gilt es, die Fehlerquote zu reduzieren. Hauser jedenfalls ist vor dem Trip in die Hauptstadt „positiver gestimmt als vor dem Rottenburg-Spiel“.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Roy Friedrich. Der Mittelblocker zog sich vergangene Woche eine Sprunggelenksverletzung zu. Für Friedrich ist die Fahrt in den Osten der Republik so etwas wie eine Reise in die Vergangenheit. Der in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geborene Friedrich begann im Alter von 17 Jahren seine Volleyball-Karriere beim VCO Berlin, wo er auch Junioren-Nationalspieler wurde. Nach zwei Spielzeiten wechselte er zu den Netzhoppers Königs Wusterhausen. Weitere Stationen waren schließlich VC Leipzig und Generali Unterhaching, wo er zwischen 2009 und 2013 dreimal den Deutschen Pokal gewann.

Dirk Schiffner

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