Ehrenbürger mit Bürgermeister: Ferdinand Pfaffinger (r.) zeichnete Edith Clemm und Professor Dr. Helmut Lydtin mit der höchsten Auszeichnung aus, die die Stadt zu vergeben hat.

Neue Starnberger Ehrenbürger

Edith Clemm und Professor Dr. Helmut Lydtin geehrt

Starnberg - Eine selten vergebene Auszeichnung wurde Edith Clemm und Professor Dr. Helmut Lydtin in Starnberg zuteil: Sie wurden zu Ehrenbürgern ernannt. Der Stadtrat hatte dies einstimmig beschlossen.

Edith Clemm stellte Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger als eine Persönlichkeit vor, die durch ihre Bescheidenheit überzeuge. Im Harz geboren, kam sie als frischgebackene Grundschullehrerin mit ihrer Familie, drei eigenen Kindern und einem Pflegekind an den Starnberger See, engagierte sich sofort im Verein für ambulante Krankenpflege und Nachbarschaftshilfe, im Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde, rief einen Förderkreis ins Leben, war Mitbegründerin der Starnberger Tafel und unterstützte die Evangelische Akademie in Tutzing und deren Freundeskreise.

Sie beeindrucke in der Art, wie sie dies tat, sagte Pfaffinger, „großherzig, im höchsten Maße mitfühlend und menschlich, ohne Eitelkeit, eminent effektiv, klug, fein, kreativ, aufrecht, gradlinig, offen, mit weitem Horizont, mutig, energisch, wenn es nötig war kämpferisch, aber immer gerecht, unabhängig und absolut unbestechlich“.

„Einen Lydtin findet man eigentlich in jedem gut sortierten Haushalt“, begann der Bürgermeister seine Lobrede auf den ehemaligen Chefarzt und Ärztlichen Direktor des Starnberger Krankenhauses. Gemeint war damit ein Kochbuch, das der Mediziner herausgegeben hat. Das Kochen ist ihm auch als große Passion geblieben. Nach seiner rasanten Karriere als Mediziner – er wurde schon mit 37 Jahren Professor – ließ er sich „mit Haut und Haaren“ auf Starnberg ein und machte „aus dem ruhigen Krankenhaus eine erfolgreiche, zeitgemäße Klinik“, in der umliegende Privat- und Spezialkliniken eingebunden wurden.

Pfaffinger würdigte Lydtin als Modernisierer und Baudirektor, als „Vorbild, Respektperson und Lehrmeister“, seinen „hohen Anspruch an die Wissenschaftlichkeit“, den „brillianten Kopf, dem nie etwas entging“, seine Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Fähigkeit, über sich selbst zu lachen. Mit seinem jüngsten, großen Werk, der Ilse-Kubaschewski-Stiftung und dem Bau des Hauses, habe er wieder viel Gutes getan.

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