Eine Gemeinde auf der Überholspur

Gilching - In zehn Jahren hat Gilching die Kreisstadt Starnberg überholt. Das behauptete Landrat Karl Roth auf Gilchings Bürgerversammlung und verteilte weiter eifrig Lob an eine "dynamische Gemeinde".

Vor 220 Zuhörern zog Bürgermeister Manfred Walter im voll besetzten Saal beim Oberen Wirt im Altdorf eine durchaus positive Bilanz. „Wir sind zwar nicht schuldenfrei. Aber den Schulden von rund zehn Millionen Euro inklusive Wasserwerk steht ein Gesamtvermögen von 113 Millionen Euro gegenüber.“ Die Pro-Kopf-Verschuldung gab Walter mit 571 Euro an. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liegt bei 995 Euro.

Doch nicht nur finanziell steht die Gemeinde gut da. Sie ist auch Vorreiter im Punkt Gewerbeansiedlungen und bei der Schaffung von Einrichtungen für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Auf der Agenda stehen unter anderem der Bau eines neuen Kinderhauses am Frauwiesenweg, ein Kinderhort an der Arnoldus-Grundschule und die Erweiterung der James-Krüss-Grundschule um acht Klassenzimmer. Dazu kommen der Bau des neuen Rathauses mit Veranstaltungssaal und die Entwicklung der Ortsmitte plus der geplanten Bebauung der Gilchinger Glatze.

„Ich habe großen Respekt davor, dass eine Gemeinde derart viele Projekte auf einmal anpackt. In zehn Jahren hat Gilching die Kreisstadt Starnberg überholt. Das liegt an der Dynamik des Bürgermeisters und seines Gemeinderates“, lobte Landrat Karl Roth, der die Gemeinde als lebendig und erfolgreich bezeichnete. Er freue sich außerdem über Gilchings Kreisumlage von annähernd zehn Millionen Euro, „die der Landkreis gut angelegt hat“.

Seitens der Bürger gab es jedoch auch kritische Anmerkungen. Zum einen ärgerte sich Alfred Adam über den desolaten Zustand der Weßlinger Straße, die ein Befahren mit dem Fahrrad unmöglich mache. Heinz Angermeier wiederum kritisierte die Verzögerung der Westumgehung, die laut Walter aufgrund des Bürgerentscheids nicht vor 2017 umgesetzt wird. Mitinitiatorin des Bürgerentscheids Anja Kiemle empfahl stattdessen den Bürgern, die sich über den Verkehr aufregen, doch aufs Rad umzusteigen. Was ihr allerdings mehr Buhrufe als Applaus einbrachte.

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