Dass Patienten mehr informiert werden, wollen Dr. Eugen Gniwotta (l.) und Prof. Fritz Dittmar erreichen. Foto: svj

Eine Stimme für die „sprechende Medizin"

Tutzing - In der aktuellen Gesundheitspolitik ist es ein verbreitetes Schlagwort, in Tutzing wird daraus Realität: „Sprechende Medizin“ - eine Initiative für Patienten, die weitere Informationen suchen.

Wenn es um ihre Krankheit geht, haben viele Patienten besonderen Gesprächsbedarf. Aus Zeitgründen kommt das jedoch manchmal zu kurz. In der aktuellen Gesundheitspolitik macht dieses Phänomen längst die Runde - unter dem Begriff „sprechende Medizin“.

In Tutzing wird dieses Thema nun konsequent angepackt. In dem im Aufbau befindlichen „Refugium Beringer Park“ haben Dr. Egon Gniwotta und Prof. Fritz Dittmar bereits mit einer solchen Initiative begonnen. Und die beiden suchen noch weitere Mitstreiter. Zu viele sollen es aber nicht werden, sonst könnte das Zeitproblem wieder kommen.

Ausdrücklich wollen die Initiatoren nicht die Qualität von Kollegen in Zweifel ziehen. „Die Diagnosen stimmen“, bekräftigen sie. Aber häufig hätten Patienten viel weiteren ergänzenden Gesprächsbedarf.

Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist allerdings noch offen. Sowohl bei den Ärztekammern als auch bei den Krankenkassen glaubt Gniwotta aber, hohes Interesse zu erkennen. Letztlich, meint er, würden es die Kassen bezahlen: „Denn auf diese Weise kann man eine Menge Geld sparen - allein schon, wenn man an die Übermedizinisierung mit vielen Medikamenten denkt.“

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