Einspeisung per Hand (v.l.): die Geschäftsführer Eckart Hellweg und Harald Zipfel sowie Bürgermeister Christian Schiller und Rektor Florian Thurmair. Foto: svj

Einspeisefest für 2. Bürger-Solar-Anlage

Herrsching - Bei der ersten Bürgersolaranlage in Herrsching waren noch lange Vorgespräche notwendig gewesen, bei der zweiten lief alles ungleich schneller.

Waren es damals zwei Jahre, dauerte es von der ersten Idee bis zur Realisierung diesmal kaum ein Jahr. Nun wurde nun das Einspeisefest der zweiten Anlage auf dem Dach der Christian-Morgenstern-Volksschule gefeiert.

„Ein bisschen Mund-zu-Mund-Propaganda - und schon waren die Interessenten da“, freut sich Gerd Mulert über die zügige Vergabe der 110 Anteile. Mulert ist Mitglied im Arbeitskreis Energie der lokalen Agenda, der sich unterdessen auch als Ortsgruppe des Energiewendevereins Starnberg versteht.

Bei der ersten Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofs habe es Einzelbeteiligungsmöglichkeiten von jeweils 1500 Euro gegeben. „Nach zwei bis drei Wochen war genug Kapital zusammen.“ Bei der Anlage auf dem Dach der Volksschule wurde das kaufmännische Konzept beibehalten. Und die Anteile waren schnell weg.

Ziel war und bleibt es, Bürgern, die kein eigenes oder kein geeignetes Dach zur Verfügung haben, die Möglichkeit zu bieten, in eine regenerative Energieanlage zu investieren. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Einspeisevergütung in Höhe von 0,32 Euro pro Kilowattstunde würde sich das eingesetzte Kapital nach etwa 14 Jahren amortisiert haben. Innerhalb einer Laufzeit von 20 Jahren rechnen die Initiatoren sogar mit einem Gewinn.

165 000 Euro brauchte der Arbeitskreis Energie der Agenda zum Bau der 50 Kilowattpeak großen Fotovoltaikanlage, die eine etwas größere Fläche hat als die erste Bürgeranlage auf dem Bauhof. 35 Bürger aus Herrsching haben sich am zweiten Projekt beteiligt und die Investitionssumme in kurzer Zeit zusammengebracht. Die Gemeinde hat das Dach zur Verfügung gestellt und erhält dafür Dachmiete. Die Anlage soll rund 45 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Jahresbedarf von rund zwölf Familienhaushalten.

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