Elfter Brand in 22 Tagen: Brandstifter im Kreuzlinger Forst?

Gauting/Krailling – Die Brandserie im Kreuzlinger Forst findet kein Ende. Am Mittwochnachmittag gingen wieder Waldflächen zwischen Gauting und Krailling in Flammen auf – es war das zehnte und elfte Mal in 22 Tagen, dass die Würmtaler Feuerwehren deswegen ausrücken mussten.

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Das erste Feuer am Mittwoch brach gegen 16.30 Uhr beim Gautinger Gymnasium zwischen Römer- und Germeringer Straße aus. Eine Fläche von 300 Quadratmetern brannte nieder. Die Feuerwehren aus Krailling und Gauting waren vor Ort. Knapp 20 Minuten später wurden die Kraillinger, Stockdorfer und Unterpfaffenhofener Kamerden zu einem weiteren Brand gerufen. Zwischen dem Kraillinger Gewerbegebiet KIM und der A 96 brannten auf 2000 Quadratmetern frisch gepflanzte Schonungen. Laut Kreisbrandmeister Klaus Ringhoff bestand sogar die Gefahr, dass die Flammen auf Hochwald übergriffen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte dies aber verhindert werden. Bis zum Abend waren die Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Ob die beiden Brände mit den vorherigen neun zusammenhängen, konnte das Polizeipräsidium am Mittwochabend noch nicht sagen. Wie berichtet, ist die Kripo Fürstenfeldbruck bereits mit der Untersuchung der Vorfälle betraut. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt – offen ist allerdings, ob es sich um fahrlässige oder vorsätzliche handelt. Angesichts der Häufung und der ähnlichen Zeiten, zu denen sich die Brände ereignet hatten (alle etwa zwischen 15.30 und 16.30 Uhr), hatte Ulrich Pöpsel, Sprecher des Präsidiums, nach dem neunten Feuer im Kreuzlinger Forst am Samstag gesagt: „Die Vermutung, dass die Brände vorsätzlich gelegt wurden, liegt sehr nahe.“

fs

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