Windkraft in Berg: In den Wadlhauser Gräben nahe der Landkreisgrenze zu Schäftlarn sind vier Windrad-Standorte ausgewiesen.

Windkraft: Notfalls wird Schäftlarn gegen Berg klagen

Berg - Schäftlarn wehrt sich weiter gegen die Berger Pläne, in den Wadlhauser Gräöben Windenergie zu gewinnen. Notfalls will die Nachbargemeinde den Klageweg beschreiten.

Die Gemeinde Berg rückt nach wie vor nicht von ihren Plänen ab, vier 207 Meter hohe Windräder entlang der Wadlhauser Gräben - und laut Schäftlarns Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) viel zu nah am Ortsteil Neufahrn - zu errichten. Nun sollen die Schäftlarner Stellung zu einem Antrag auf Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung beziehen.

Den Unterlagen beigelegt wurden Gutachten zu den Themen Schattenwurf und Schallentwicklung. Was in den Unterlagen allerdings fehlte, war die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung. „Schließlich sind auch verschiedene Vogelarten im Falle eines Baus betroffen“, so Ruhdorfer. Die Verwaltung hat dieses und ein faunistisches Gutachten bereits zweimal angefordert, aber ohne Ergebnis. „Wir gehen also davon aus, dass keine aktuellen Unterlagen existieren.“

Der Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben hat bereits beim Büro GFN-Umweltplanung eine Defizitanalyse zu den vorliegenden Genehmigungsunterlagen in Auftrag gegeben. Deren Erkenntnis: Mangelhaft, fehlerhaft und unvollständig. „Zudem würde die Windkraftanlage 1 ein Biotop beeinträchtigen“, beklagt Ruhdorfer. Und dann ist da auch noch die Sache mit der Windhöfigkeit. Im eben neu herausgegebenen Windatlas liegen die Werte etwa „um 40 Prozent unter den angegebenen. Wo bleibt also die Wirtschaftlichkeit?“

Der Schäftlarner Rat beschloss einstimmig, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zu verweigern und ihrerseits die Gutachten der Berger durch ein relevantes Büro prüfen zu lassen. Zudem hofft das Gremium weiter auf die Gesetzesänderung im Sommer dieses Jahres, die sich mit strengeren Abstandsregelungen befassen wird. Sollten die Anlagen doch genehmigt werden, behält sich die Gemeinde das Recht vor, diese Entscheidung anzufechten.

Auch interessant

<center>Bayerisch Kochen für Freunde</center>

Bayerisch Kochen für Freunde

Bayerisch Kochen für Freunde
<center>Was koch´ ich heute? Die Lieblingsrezepte der Bayern</center>

Was koch´ ich heute? Die Lieblingsrezepte der Bayern

Was koch´ ich heute? Die Lieblingsrezepte der Bayern
<center>Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)</center>

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (lila)
<center>Schmuckset "Himmelsscheibe von Nebra"</center>

Schmuckset "Himmelsscheibe von Nebra"

Schmuckset "Himmelsscheibe von Nebra"

Meistgelesene Artikel

Gastronomie, Kultur – oder Büros?
Der Alte Bahnhof Steinebach steht zum Verkauf. Die bisherigen Betreiber wollen das Kapitel absxhließen. 
Gastronomie, Kultur – oder Büros?
Turbulente Zeiten sind Vergangenheit
Neuwahl, Rücktritt und gute Arbeit: so das Fazit der Jahresversammlung des Vereins Herrschinger Insel am Donnerstag.
Turbulente Zeiten sind Vergangenheit
Schnee und Glätte: Verkehrschaos auf der B2 bei Gut Kerschlach
Traubing - Der Wintereinbruch am 28. April hat am frühen Freitagabend zu einem Verkehrschaos auf der B2 bei Gut Kerschlach geführt. Daran waren insgesamt acht Fahrzeuge …
Schnee und Glätte: Verkehrschaos auf der B2 bei Gut Kerschlach
Nach viereinhalb Tagen: Vermisste Gilchingern (16) wieder da
Die seit Dienstag vermisste Gilchingerin (16) ist wohlbehalten wieder aufgetaucht. Wie die Polizei in Germering am Samstagabend mitteilte, begab sich das Mädchen selbst …
Nach viereinhalb Tagen: Vermisste Gilchingern (16) wieder da

Kommentare