Waffenhändler vom Münchner Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

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Windkraft in Berg: In den Wadlhauser Gräben nahe der Landkreisgrenze zu Schäftlarn sind vier Windrad-Standorte ausgewiesen.

Windkraft: Notfalls wird Schäftlarn gegen Berg klagen

Berg - Schäftlarn wehrt sich weiter gegen die Berger Pläne, in den Wadlhauser Gräöben Windenergie zu gewinnen. Notfalls will die Nachbargemeinde den Klageweg beschreiten.

Die Gemeinde Berg rückt nach wie vor nicht von ihren Plänen ab, vier 207 Meter hohe Windräder entlang der Wadlhauser Gräben - und laut Schäftlarns Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) viel zu nah am Ortsteil Neufahrn - zu errichten. Nun sollen die Schäftlarner Stellung zu einem Antrag auf Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung beziehen.

Den Unterlagen beigelegt wurden Gutachten zu den Themen Schattenwurf und Schallentwicklung. Was in den Unterlagen allerdings fehlte, war die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung. „Schließlich sind auch verschiedene Vogelarten im Falle eines Baus betroffen“, so Ruhdorfer. Die Verwaltung hat dieses und ein faunistisches Gutachten bereits zweimal angefordert, aber ohne Ergebnis. „Wir gehen also davon aus, dass keine aktuellen Unterlagen existieren.“

Der Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben hat bereits beim Büro GFN-Umweltplanung eine Defizitanalyse zu den vorliegenden Genehmigungsunterlagen in Auftrag gegeben. Deren Erkenntnis: Mangelhaft, fehlerhaft und unvollständig. „Zudem würde die Windkraftanlage 1 ein Biotop beeinträchtigen“, beklagt Ruhdorfer. Und dann ist da auch noch die Sache mit der Windhöfigkeit. Im eben neu herausgegebenen Windatlas liegen die Werte etwa „um 40 Prozent unter den angegebenen. Wo bleibt also die Wirtschaftlichkeit?“

Der Schäftlarner Rat beschloss einstimmig, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zu verweigern und ihrerseits die Gutachten der Berger durch ein relevantes Büro prüfen zu lassen. Zudem hofft das Gremium weiter auf die Gesetzesänderung im Sommer dieses Jahres, die sich mit strengeren Abstandsregelungen befassen wird. Sollten die Anlagen doch genehmigt werden, behält sich die Gemeinde das Recht vor, diese Entscheidung anzufechten.

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