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Auf dem Plan viele Schwarzbauten: Architekt Christoph Eisenhut erklärt den Gemeinderäten, für welche Bauten Anträge gestellt wurden.

Berger Maxhöhe

Gemeinderäte auf Schwarzbauten-Tour

Berg - Besuch auf dem Hügel der Schwarzbauten: Der Berger Gemeinderat hat sich im Vorfeld der Entscheidung über 18 Bauanträge für landwirtschaftliche Bauten auf der Maxhöhe umgesehen. Unter anderem suchte der Rat Obstbäume.

Dr. Thomas Zimmer, Mediziner und im Hauptberuf Landtagsabgeordneter, soll es für den Unternehmen Dr. Siegfried Genz richten und ihn von den Beschwerden durch das Baurecht kurieren. Genz nämlich hat in den vergangenen Jahren munter bauen lassen, es mit den Baugenehmigungen allerdings nicht so genau genommen. Das Landratsamt hat mehr als 40 Schwarzbauten auf dem weitläufigen Gelände geortet. Nach jahrelangem, teils heftigem Streit hat Genz eingelenkt und den größten Schwarzbau, den Mörserturm, abreißen lassen. Nun geht es um die nachträgliche Legalisierung von 18 Bauten, die der Landwirtschaft dienen sollen.

Schon seit Jahren führt Genz immer wieder an, er betreibe einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die baurechtliche Privilegierung dafür bekam er allerdings nicht. Zimmermann will dies nun hinbekommen, und er hat bereits einen Businessplan aufgestellt, den das Amt für Landwirtschaft seinen Angaben nach akzeptiert. Stimmt der Berger Gemeinderat am Dienstag den Bauanträgen zu, bekommt Genz wohl die Privilegierung. Damit wären einige der Schwarzbauten nachträglich genehmigungsfähig. Ein Teil jedoch, weiß auch Zimmermann, muss abgerissen werden. Das Starnberger Landratsamt ist in diesem Fällen nicht kompromissbereit.

Der Gemeinderat um Bürgermeister Rupert Monn ist bei einigen Bauanträgen skeptisch. So soll in die so genannte Alte Technik, eine Art offener Museumsunterstand, eine Obstverarbeitung einziehen. Die Gemeinderäte machten sich sogleich auf die Suche nach den zugehörigen Obstbäumen und fanden auch eine kleine Plantage. Dass definitiv Landwirtschaft betrieben wird, zeigten die Rinderställe – ein Dutzend Agnus-Rinder mampfte genüßlich vor sich.

Inhaltlich diskutiert wurde nicht – diese Losung hatte Rupert Monn gleich zu Beginn ausgegeben. Die Entscheidung fällt am Dienstag.

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