Im Gespräch: Bayern-Präsident Uli Hoeneß, neben Peter Engel, war Gast im Schloss Fußberg. Foto: Jaksch

Erfolgreich am Ball und im Büro

Gauting - Er war für den Aufstieg verantwortlich: Uli Hoeneß machte den FC Bayern zu dem, was er ist. Jetzt ist er Präsident und hat mehr Zeit, Vorträge zu halten wie am Freitag in Gauting.

Mit Uli Hoeneß als Manager hat der FC Bayern einen unglaublichen Aufstieg gefeiert - sportlich wie finanziell. Als er 1979 einstieg, lag der Umsatz bei 16 Millionen Euro, der Verein hatte Schulden. Inzwischen ist der Umsatz auf 350 Millionen Euro nach oben geschnellt, das Festgeldkonto ist prall gefüllt. Darüber sprach der Bayern-Präsident am Freitag beim Plenum des Kommunikationsunternehmens Engel & Zimmermann im Gautinger Schloss Fußberg.

Zu den Spielern und etwa 400 Mitarbeitern hat der Bayern-Präsident ein freundschaftliches Verhältnis. „Jeder kann zu mir kommen“, auch der Angestellte, der ein Problem mit seiner Frau hat. Hoeneß: „Man muss den Mitarbeitern ein gutes Gefühl geben.“ So zahle der Verein jedem beim Gewinn des Meistertitels oder der Champions-League ein volles Monatsgehalt, für den Pokalsieg gibt es ein halbes - auch das trage zum Zusammengehörigkeitsgefühl bei. Auch den Partnern gegenüber sei Fairness das wichtigste.

„Unser Credo war immer: Sportlicher Erfolg nur auf Basis finanzieller Vernunft“, erklärte der Bayern-Präsi. Deswegen verzichte der Verein auch mal auf die Verpflichtung eines Spielers. So mauserte man sich zu einem der finanzstärksten Sportvereine weltweit. Hoeneß: „Wir haben 19-mal in Folge Gewinn gemacht. Und heuer läuft es auch wieder gut.“

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