Rechtler geben Kiesgrube ab

Erling - Die Rechtlergemeinschaft Spornritt will sich von einer ehemaligen Einnahmequelle, ihrer Kiesgrube, trennen. Kies wird schon lange nicht mehr entnommen und die Auflagen sind hoch geschraubt worden.

Mit der Erlinger Kiesgrube musste sich der Andechser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigen. Zwar lief der Betrieb in den vergangenen 50 Jahren reibungslos, doch da Auflagen verschärft wurden, wollen die Rechtler von Spornritt, die die Kiesgrube bislang unter ihren Fittichen hatten, der Gemeinde die Verantwortung übertragen. Liegenschaftsverwalter Martin Berger erklärte kurz, was sich hinter dem Begriff Rechtler und Spornritt verbirgt.

Wie berichtet, ist dies ein Zusammenschluss von Erlinger Grundeigentümern, denen im Grundbuch das seit 1853 und vererbbare Holzrecht für den gemeindeeigenen Spornrittwald zwischen Erling und Machtlfing eingetragen wurde. Auch dort, wo sich die Kiesgrube befindet. Sie ist neben der Friedinger Kiesgrube die einzige im Gemeindegebiet, in der noch Bodenaushub abgegeben werden kann. Die Machtlfinger Kiesgrube wurde bereits befüllt und rekultiviert. Verschärfte Auflagen erfordern neuerdings eine Fremdüberwachung für Kiesgruben. So soll etwa ein Ingenieurbüro beauftragt werden, Bodenproben zu entnehmen, Grundwasser zu messen und Schadstoffe zu prüfen. Bislang hatte die Gemeinde laut Berger den Betrieb der Erlinger Kiesgrube stillschweigend akzeptiert. „Das Landratsamt hatte ja der Vorstandschaft der Rechtler den Kiesabbau genehmigt“, so Berger. Großteils hätten sie den Erlös aus dem Kiesverkauf sozialen Zwecken in Erling zugeführt.

Seit 2012 werde nur noch verfüllt, aber kein Kies mehr verkauft. Weil die Vorstandschaft der „Spornrittverwaltung“ nicht das Wissen und die Möglichkeit hat, die Auflagen zu erfüllen, wandte sie sich an die Gemeinde. „Wir sollen den Kiesgrubenbetrieb weiterführen, weil wir wissen, wie es mit der Friedinger Kiesgrube läuft“, erklärte Berger. Der Zeitraum ist ohnehin begrenzt, denn bis Ende 2019 soll die Grube komplett verfüllt sein und dann wie in Machtlfing rekultiviert werden. Insofern steht dem nichts im Wege. Allerdings fehlt noch die Zustimmung der rund 80 Rechtler, der bei der Jahresversammlung am 15. Januar 2016 aber wohl nichts im Wege steht

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