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Knopfdruck in der Schaltzentrale (v.l.): Bürgermeister Rupert Monn, Vizebürgermeister Andreas Hlavaty, Pia Zordick vom Ingenieurbüro Sing und die Servicetechniker Andreas Wendl und Stefan Wittmann. 

Windpark am Starnberger See

In Berg dreht's sich ganz offiziell

Berg - Klimaschutz in den Wadlhauser Gräben: Das erste der vier Windräder der Gemeinde Berg ging Montagmittag offiziell ans Netz.

Ein bewegender Moment für Bergs Bürgermeister Rupert Monn. "Das ist ein emotional bedeutender Tag", sagte er im Erdgeschoss des Windrads am Standort Nr. 3 in den Wadlhauser Gräben am Montagvormittag. Die Rotorblätter drehten sich bereits im böigen Wind, nach kurzer Zeit würde die erste der vier Windkraftanlagen Strom erzeugen.

Schon am Donnerstagabend war die Anlage ans Netz gegangen und hatte rund 25 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dann wurde sie wieder abgenommen. "Das ist die ersten Tage ganz normal", sagt Pia Zordick vom Ingenieurbüro Sing, das den Bau geplant und überwacht hat. "Das sind Kinderkrankheiten, man muss immer wieder etwas nachstellen."

Betreiber der Windräder ist die Bürgerwind Berg GmbH & Co. KG. Der Großteil der Kosten von 21 Millionen Euro läuft über Kredite, 6,6 Millionen Euro sind Darlehen von Privatleuten, Gemeinden und Firmen. 169 Anteilseigner sind es ingesamt.

In Kürze werden die Standorte 1 und 2 ans Netz gehen, und auch für den Standort Nr. 1, den nördlichsten, sieht es ganz gut aus. Dort fehlen noch die Rotorblätter. Ihre Montage scheitert bislang am Wind. "Mittwoch und Donnerstag soll es windstiller werden, dann können die letzten Rotorblätter montiert werden", sagte Monn. Auch die Enercon-Mitarbeiter waren am Montag zuversichtlich, dass alle vier Anlagen wie ursprünglich geplant, noch im Jahr 2015 ans Netz gehen.

Die vier Windräder sollen 28 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das ist laut Monn etwas mehr, als die Gemeinde Berg in einem Jahr verbraucht. (edl)

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