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Abwasserverband verschickt Bescheide

Regenwasser-Gebühr wird fällig

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Höhenrain - Die Kasse des Abwasserverbands Starnberger See wird sich heuer füllen: flächendeckend verschickt der Verband die Regenwasser-Gebührenbescheide.

Die neue Kalkulation der Niederschlagswassergebühr steht bereits bevor – dabei hat der Abwasserverband Starnberger See bislang noch gar nicht in allen Gemeinden die 2014 eingeführte Gebühr in der alten Höhe kassiert. Nur die Feldafinger mussten die Gebühr bislang bezahlen. „Die Feldafinger Gebührenbescheide haben wir im August vergangenen Jahres veschickt“, sagte Verband-Finanzchef Andreas Hiel in der Verbandsversammlung am Donnerstag in Höhenrain. Die Pöckinger Bescheide sollen am heutigen Freitag rausgehen. Die Bürger in allen anderen Gemeinden müssen noch warten.

67 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche bezahlen Grundstückseigner rund um den Starnberger See pro Jahr an den Abwasserverband, wenn sie die Regenwasserkanäle zur Entwässerung ihrer Grundstücke nutzen. Das sind von den 15 000 Kunden des Verbands immerhin 10 000. Ausnahme ist Seeshaupt: Die Bürger dort müssen nichts bezahlen, weil es in ihrem Gemeindebereich keine Regenwasserkanäle gibt.

Die Niederschlagswasser-Gebühr wurde eingeführt, als der Abwasserverband zum 1. Januar 2014 sämtliche Kanalnetze rund um den See von den Kommunen übernommen hat (wir berichteten). Damals wurde auch das Gebührensystem neu berechnet – für Schmutzwasser (2,64 Euro pro Kubikmeter) und eben die Niederschlagswasser-Gebühr.

Zunächst verschickt der Abwasserverband Festsetzungsbescheide. Das passiert in der Gemeinde Münsing heute. In Berg sollen die Flächenfeststellungsbescheide Mitte Juni ankommen, in Starnberg Anfang August und in Bernried und Tutzing Ende September. Dann sollten die Grundstückseigentümer noch einmal kontrollieren, ob alle vom Verband erfassten Daten korrekt sind. Abwasserverbands-Geschäftsführer Norbert Impelmann hatte immer wieder betont, dass es vergleichsweise wenig Widersprüche gibt. In Feldafing, wo die rund 1000 Feststellungsbescheide im vergangenen Sommer verschickt worden waren, habe es rund 80 Widersprüche gegeben.

Die Gebühren müssen die Berger ab Ende Juli bezahlen, die Starnberger ab Mitte September und die Bernrieder und Tutzinger ab November. Insgesamt rechnet der Verband mit rund 1,5 Millionen Euro jährlich aus der Regenwasser-Gebühr. Zum Vergleich: Das Schmutzwasser bringt etwa 10 Millionen Euro im Jahr ein. Für 2018 bis 2021 wird die Gebührenhöhe neu kalkuliert. Details gebe es noch nicht, so Impelmann am Donnerstag.

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