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Dicker Zuschuss für Feldafinger Hallensanierung

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Von: Laura Forster

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Die Sanierung der Feldafinger Turnhalle ist seit Jahren in der Diskussion – und nun zumindest finanziell für die Gemeinde leichter zu stemmen, weil der Freistaat 900 000 Euro zuschießen wird.
Die Sanierung der Feldafinger Turnhalle ist seit Jahren in der Diskussion – und nun zumindest finanziell für die Gemeinde leichter zu stemmen, weil der Freistaat 900 000 Euro zuschießen wird. © Andrea Jaksch

Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Feldafinger Turnhalle in der Ortsmitte kostet schätzungsweise 1,8 Millionen Euro. Feldafing kann sich freuen: Die Hälfte dieser Kosten übernimmt voraussichtlich der Freistaat – dank eines neuen Förderprogramms.

Feldafing – Das Dach ist marode, die Barrierefreiheit fehlt, und auch der Brandschutz weist gravierende Mängel auf überein. Die Feldafinger Turnhalle, die Anfang der 90er Jahre gebaut wurde, ist seit Jahren dringend sanierungsbedürftig. Mithilfe eines staatlichen Förderprogrammes will die Gemeinde die Turnhalle in der Ortsmitte wieder auf Vordermann bringen (wir berichteten). In der jüngsten Ratssitzung er erklärte das kommunalen Planungs- - und Wirtschaftsförderunternehmen Pewu, wo der Bedarf am größten ist.

„Es müssen einige Dinge erneuert werden“, sagte Pewu-Vorstand Andreas Keller. Im September 2020 erstellte er im Auftrag des Rathauses einen ausführlichen Berichts über die nötigen Sanierungsmaßnahme. Auch, weil der Freistaat ein Corona-Förderprogramm für Sportstätten aufgelegt hatte. „Das fördert bis zu 90 Prozent der Maßnahmen“, berichtete Keller. Dazu zählen die Erneuerung des Hallenbodens, der Beleuchtung, der Außen- und Prallwände, der Umkleiden, der Heizung, der Zugangstüren, des Brandschutzes und der Dachkonstruktion.

Vor allem letztere muss dringend ausgetauscht werden. „Die Sanierung steht seit Jahren auf der Agenda, eine weitere Verzögerung sollte auf jeden Fall vermieden werden“, stellte das Pewu klar. Durch das löchrige Material dringe seit geraumer Zeit Wasser. Dadurch könne die Tragkonstruktion und die Schalung zu Schaden kommen, hatte ein Statik-Büro festgestellt. Allein dafür rechnet das Pewu mit Kosten von 600 000 Euro.

Auch die Hallenwände und der Sportboden müssen schnellstmöglich saniert werden. Laut Verwaltung weisen die Wände eine Vielzahl von Sicherheitsmängeln auf, und auch die Böden müssten in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Kosten: 200 000 Euro. Ein weiterer wichtiger Punkt, der die Gemeinde schon länger beschäftigt, sind die Sanitäreinrichtungen. Sie sind nicht nur nicht barrierefrei, auch bei der Wasserqualität kommt es immer wieder zu Problemen. Für deren Umbauarbeiten fallen laut Pewu 130 000 Euro an.

Günstiger ist die Sanierung der Außenwände (60 000 Euro) und der Hallenheizung (80 000 Euro). Da das Mauerwerk Risse aufweist, rät das Pewu zur Anbringung eines Wärmedämm-Verbundsystems – auch aus energetischen Gründen. Die derzeitige Heizung hingegen ist unbrauchbar. „Das Heizelement der Lüftungsanlage ist defekt, eine Reparatur ist nicht möglich“, teilte Keller mit. Möglich sei als Alternative eine Fußbodenheizung oder ein Deckenheizsystem.

Neben den alten, sehr viel Strom verbrauchenden Leuchten (40 000 Euro) müssen auch die Türen (91 000 Euro) im Gebäude ausgetauscht werden. Sie entsprechen nicht mehr den barrierefreien Anforderungen.

Auch der Brandschutz der Turnhalle muss dringend auf den neuesten Stand gebracht werden. „Er weist gravierende Mängel auf“, stellte Keller fest. Kosten: 44 000 Euro. Zwei weitere geplante Sanierungsmaßnahmen sind der Austausch der Beschattungsanlage (55 000 Euro), die die vorgesehene Lebensdauer überschritten hat, und diverse Malerarbeiten im Gebäude (40 000 Euro).

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 1,8 Millionen Euro. „Die Hälfte, also 900 000 Euro, wird gefördert“, freute sich Bürgermeister Bernhard Sontheim. Geld, das die Gemeinde derzeit gut gebrauchen kann.

Sibylle Härtl (Grüne) und Dr. Michael Keltsch (AUF) zeigten sich überrascht, dass die im Vorfeld besprochene Fotovoltaik-Anlage nicht Teil der Planung ist. „Wurde die PV-Anlage rausgekickt?“, fragte Keltsch. Laut Keller lässt die Statik des Daches derzeit keine Fotovoltaikanlage zu. „Heute geht es um die Förderung, Details können wir später immer noch besprechen“, sagte Sontheim. Trotzdem wolle er prüfen, was geändert werden müsse, damit eine PV-Anlage machbar ist.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Sanierung der Turnhalle und beauftragte die Verwaltung, den Zuwendungsantrag zum Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten einzureichen.

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