Bleibt in Betrieb: Der Springbrunnen am Feldafinger Maibaum ist mit einer Umwälzpumpe ausgestattet und verbraucht deshalb vergleichsweise wenig Trinkwasser. Die Brunnen am Bernheimer Platz, am Kirchplatz und in Garatshausen an der Kapelle sollen möglichst nachgerüstet werden.
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Bleibt in Betrieb: Der Springbrunnen am Feldafinger Maibaum ist mit einer Umwälzpumpe ausgestattet und verbraucht deshalb vergleichsweise wenig Trinkwasser. Die Brunnen am Bernheimer Platz, am Kirchplatz und in Garatshausen an der Kapelle sollen möglichst nachgerüstet werden.

Aufrüstung denkbar

Drei Brunnen im Gemeindegebiet Feldafing versiegen - Kommune will Wasser und Geld sparen

  • VonSandra Sedlmaier
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Geld und Wasser sollen gespart werden, daher sind drei von vier Brunnen in Feldafing dicht. Bürgermeister Sontheim spricht auch von einer Frage der Glaubwürdigkeit.

Feldafing – Drei der vier Feldafinger Brunnen sind versiegt. Der Grund: Die Gemeinde will Geld und Wasser sparen und hat sie am Dienstag abgeschaltet. Das gab Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim am Dienstagabend im Bauausschuss bekannt.

Drei Brunnen in Feldafing abgestellt, einer soll repariert werden

„Wir verbrauchen durch die Brunnen insgesamt 1600 Kubikmeter Wasser im Jahr“, berichtete Sontheim. „Das ist eine unglaubliche Wasserverschwendung“, stellte er fest. Auf diese Zahl, die in Geld umgerechnet 5000 Euro Kosten allein für das Wasser der Springbrunnen im Jahr bedeutet, sei das Wasserwerk gekommen. Es hat in die Brunnen Zähler eingebaut und den Wasserverbrauch hochgerechnet.

„Das Wasser läuft rein, spritzt raus und läuft in den Kanal rein“, skizzierte Sontheim die Arbeitsweise etwa des Brunnens am Kirchplatz. Er wurde abgestellt, ebenso wie der Brunnen an der Kapelle in Garatshausen und der am Bernheimer Platz. Letzterer ist zudem undicht und soll repariert werden.

Umwälzpumpen könnten Brunnen wieder erwecken - Frage der Glaubwürdigkeit

Lediglich der Brunnen am Maibaum bleibt in Betrieb. „Dort haben wir eine Umwälzpumpe, dann wird das Wasser immer wieder genutzt und geht nicht in den Kanal“, ergänzte Sontheim auf Anfrage. Die Verwaltung will nun prüfen, ob die anderen Brunnen auch mit einer Umwälzpumpe ausgerüstet werden können.

Für Sontheim ist der wirtschaftliche und umweltfreundliche Betrieb der kommunalen Brunnen auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. „Wir können nicht von den Leuten verlangen, dass sie sich Regenwasserzisternen in ihre Gärten bauen, aber wir pritscheln mit dem Trinkwasser durch die Gegend.“

edl

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