Im Bereich der Terrasse plant Erika Borchard, Direktorin des Hotels Kaiserin Elisabeth, eine Erweiterung. Sie soll dem Restaurant statt bisher 40 dann 80 Plätze bescheren.
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Im Bereich der Terrasse plant Erika Borchard, Direktorin des Hotels Kaiserin Elisabeth, eine Erweiterung. Sie soll dem Restaurant statt bisher 40 dann 80 Plätze bescheren.

Erweiterung auf Terrasse

Ein Wintergarten fürs Hotel Kaiserin Elisabeth: Doppelt so viele Restaurant-Plätze soll es bald geben

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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In Zeiten, in denen die Gastronomie abgesehen von To-go- und Lieferangeboten kein Geschäft machen darf, plant man im Golfhotel Kaiserin Elisabeth eine Erweiterung. Durch den Ausbau auf der Terrasse auf etwa 100 Quadratmetern soll sich die Kapazität des Restaurants von 40 auf dann 80 Plätze verdoppeln.

Feldafing – „Es wird ein Wintergarten oder eine Art Orangerie werden“, kündigt Hoteldirektorin Erika Borchard auf Nachfrage des Starnberger Merkur an. Rückendeckung von der Gemeinde hat sie mit dem Vorhaben: Am Dienstagabend stimmte der Feldafinger Bauausschuss dem Antrag auf Baugenehmigung einstimmig zu.

Borchard und Kollegen ziehen ihre Lehren aus der Corona-Krise. Sie haben beobachtet, dass die Gastronomie neben Hochzeiten im Saal und Tagungen ein weiteres Standbein braucht. „Wir müssen mehr auf Individualgäste setzen“, sagt die Direktorin. Innen im Restaurant ist es ziemlich eng, nur acht Tische stehen dort. „Das ist für ein so großes Hotel nicht rentabel.“ Die Terrasse bietet sich für eine Erweiterung der Kapazität an – schon wegen des traumhaften Blicks auf den Starnberger See. Ein tief greifender Umbau ist auf dem Grundstück nicht geplant. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz. „Wir sind ja ein historisches Hotel, das die Tradition pflegen und so viel wie möglich erhalten möchte“, sagt Borchard.

Direktorin will die Sisi-Bar reaktivieren

Die Direktorin will auch die Sisi-Bar reaktivieren – ein altes Keller-Gewölbe, das bisher allerdings nur von innen zugänglich ist. Eine Außentreppe soll dieses Problem lösen und zugleich einen zweiten Fluchtweg schaffen. Auch diesem Vorhaben stimmte der Bauausschuss zu – und noch einem dritten: Ein Teil der Stahlhalle auf dem Areal wird abgerissen. Ein Wiederaufbau lohne sich nicht. Der Teil mit Wäscherei und Garagen soll aber stehen bleiben.

Den Wintergarten will Borchard erst mal für vier Jahre testen. „Mal sehen, wie das angenommen wird.“ Die Option, ihn zurückzubauen, hält sie sich offen. Um die Nachfrage in Zukunft macht sie sich grundsätzlich keine Sorgen: „Unser Bierstüberl war immer gut besucht, bis Corona kam.“

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