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Einbruchsserie

Ansturm auf Alarmanlagen-Anbieter

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Landkreis – Kaum ein Tag vergeht ohne neue Meldungen im Polizeibericht: Immer wieder werden im Landkreis Starnberg Häuser aufgebrochen und durchwühlt.

Die Beute ist meist überschaubar, der Sachschaden, auf dem die Betroffenen sitzen bleiben, indes erheblich. Die Verunsicherung ist groß. Das merken mittlerweile auch die Sicherheitsfirmen. „Wir werden ab Januar eine zweite, eventuell sogar eine dritte Tour für unsere Revierfahrer im Raum Starnberg einführen“, berichtet Marcel Müller, Bereichsleiter der Niederlassung München West von „Securitas“. 

Die Anfragen in den vergangenen Wochen seien deutlich angestiegen. Seine Firma biete ein Komplettpaket an. Neben der Installation und Wartung einer Alarmanlage gehöre dazu auch, dass jede Nacht eine so genannte Präventivstreife unterwegs ist und die Häuser der Kunden kontrolliert. Ab 280 Euro pro Monat sei das „Komplettpaket“, wie Müller es nennt, erhältlich.

Der tatsächliche Preis richte sich nach dem Umfang der Technik, die installiert, und der Dienstleistungen, die von den Kunden gewünscht werden. Dazu gehören auch immer Aufkleber, mit denen die Hausbesitzer darauf hinweisen können, dass ihr Heim alarmgesichert ist und die Einbrecher abschrecken sollen. Doch auch ohne Alarmanlage könne man einiges unternehmen, um es den Dieben schwerer zu machen, so Müller. „Die Haustür immer zweimal abschließen, nicht einfach nur zuziehen“, rät der Experte. 

Auch die Außenbeleuchtung solle man in Stand halten. „Profi-Einbrecher schlagen allerdings oft tagsüber zu“, sagt Müller weiter. Auch bei der Firma „Kittel Alarm- und Sicherheitstechnik“ in Starnberg registriert man eine stark gestiegene Nachfrage nach Alarmanlagen. „Wir haben immer viel zu tun – aber in den letzten Wochen hat das noch einmal deutlich zugenommen“, hieß es dazu gestern.

 Selbst das Landratsamt registriert ein spürbar gewachsenes Sicherheitsbedürfnis der Bewohner des Landkreises Starnberg. „Die Zahl der Anträge für den so genannten ’Kleinen Waffenschein’ ist sprunghaft angestiegen“, sagte Pressesprecher Stefan Diebl. Diese Waffenbesitzkarte benötigt, wer Signal-, Reizgas- oder Schreckschusswaffen mit sich führen möchte. „Für den Kauf und den Besitz selbst braucht man keine Erlaubnis. Dann darf man die Waffe aber nur in seinen eigenen vier Wänden aufbewahren“, so Diebl. Selbst wenn man eine Signalwaffe an Silvester auf dem eigenen Grundstück abfeuern möchte, braucht man einen kleinen Waffenschein, mahnt er. Im Zweifelsfall ist es aber immer besser, klüger und sicherer, die Polizei anzurufen, rät Marcel Müller von Securitas.

Das gelte auch für seine Mitarbeiter: „Der Eigenschutz hat immer Vorrang.“ Fällt der Präventivstreife oder der Alarmstreife, die losgeschickt wird, wenn eine Alarmanlage auslöst, etwas auf, dann wird erst der Teamleiter und dann die Polizei informiert. Das dient nicht nur der Sicherheit der Betroffenen, sondern erhöht auch die Chancen, dass die Einbrecher dingfest gemacht werden.

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