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Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Dagmar D. an ihrem Mercedes, der unter einem Baum begraben wurde. Es war nicht das einzige, was am Dienstag schieflief.

Eine Dame aus Feldafing

Der größte Pechvogel der Unwetter-Nacht

Ein Unglück kommt selten allein. Selten hat diese Redewendung so zugetroffen wie bei Dagmar D. Was die 68 Jahre alte Dame aus Feldafing in der Unwetter-Nacht am Dienstag erlebt hat, hat sie dem Starnberger Merkur geschildert.

Feldafing – „Nein, nicht das auch noch!“ Diese Gedanken gingen Dagmar D. durch den Kopf, als sie Dienstagabend zu ihrem Auto am Bahnhof in Feldafing kam. Die 68-Jährige aus Feldafing hatte ohnehin bereits eine Unwetter-Odyssee hinter sich – und nun war ihr sechseinhalb Jahre alter Mercedes B-Klasse unter einer morschen Kiefer begraben, die der Sturm ausgehebelt hatte.

Dagmar D. war am Dienstagnachmittag mit der S-Bahn zu einem Treffen der bayerischen Zöliakie-Selbsthilfegruppe nach München gefahren. Dabei ging es um die Organisation eines glutenfreien Oktoberfestes, unter anderem mit glutenfreien Brezn und Bier.

Der Rückweg wurde dann wegen des Unwetters zu einer mehrstündigen Odyssee. Denn die S 6 fuhr zunächst nur bis Gauting. Mit einer Kollegin und etwa hundert weiteren Fahrgästen harrte sie dort im strömenden Regen aus – bis endlich der Schienenersatzverkehr kam. Aber auch der Bus kam nicht durch bis Feldafing – jetzt war in Pöcking Endstation. Grund: umgestürzte Bäume auf der Straße.

Ein Bekannter ihrer Kollegin brachte Dagmar D. schließlich nach Feldafing, wo die Pechsträhne weiterging. Der Mercedes der Dame war zusammen mit zwei anderen Fahrzeugen unter einem Baum begraben. „Zum Glück war schon die Feuerwehr in der Nähe“, berichtet Dagmar D. im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die Kameraden hatten bereits angefangen, die havarierten Autos zu befreien. Immerhin: Fahrtüchtig war der Mercedes noch. Wie hoch der Schaden ist, müssen nun die Experten klären.

Wer meint, Dagmar D. Pechsträhne wäre damit beendet, täuscht sich. Ihr Keller war bei dem Regen auch noch vollgelaufen.  mdu

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