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Der Buchheim-Villa wurde mit dem Film "Die Villa und ihr Buchheim" ein künstlerisches Denkmal gesetzt.

Feldafing

Endgültig: Buchheim-Villa wird abgerissen

Anstelle des Gebäudes sollen in der Biersackstraße zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Das zweite Gebäude in Feldafing, das mit Lothar Günther Buchheim in Verbindung steht, die grüne Villa in der Bahnhofstraße, steht in der Zwischenzeit unter Denkmalschutz.

Feldafing – Jetzt ist es endgültig. Das ehemalige Wohnhaus von Lothar Günther Buchheim wird abgerissen, um Neubauten Platz zu machen. Der Gemeinderat bewilligte bei nur einer einzigen Gegenstimme von Tino von Gleichenstein (CSU) das Bauvorhaben der Stiftung Buchheim. Sie will mit neuen Mehrfamilienhäusern auf dem Grundstück die Finanzierung des Museumsbetriebs sicherstellen. Wie berichtet, sollen auf dem Grundstück an der Biersackstraße zwei Mehrfamilienhäuser mit je acht Wohnungen und 20 Tiefgaragenstellplätzen errichtet werden.

Geplant sind zwei einzelstehende Wohnhäuser mit Satteldächern. Damit konnten sich die Gemeinderäte anfreunden, nachdem die ersten Entwürfe wesentlich größer ausgefallen waren. Auch wenn das Planungskonzept nun grundsätzlich geändert wurde, entspricht es immer noch nicht den Zielen der Anfang des Jahres erteilten Veränderungssperre.

Damals hatte auch Nandl Schultheiß (CSU), die am liebsten aus dem Buchheim-Wohnhaus ein Museum gemacht hätte, beantragt, zu prüfen, ob das Haus als „genius loci“ schützenwert sei. Unter Denkmalschutz kann das Haus, das baufällig ist und seit dem Tod von Didi Buchheim nicht mehr bewohnt und beheizt wurde, nicht gestellt werden.

Wie Rechtsanwalt Christoph Donhauser den Gemeinderäten erläuterte, ist eine Bestandsicherung über die Dauer der Veränderungssperre hinaus juristisch nur möglich, wenn ein Gebäude von städtebaulicher, künstlerischer oder geschichtlicher Bedeutung ist. Was nicht der Fall ist. Für den Denkmalschutz genügt es nicht, dass in dem Haus irgendwann einmal eine bekannte Person gewohnt hat.

Donhauser machte den Räten auch klar, dass die Stiftung Buchheim im Falle einer Nichtgenehmigung ein Normenkontrollverfahren einleiten könne, um das Bauvorhaben durchzusetzen, und damit Erfolg haben würde. Damit hatte auch die Stiftung gedroht. Dem Gemeinderat blieb also gar nichts anderes übrig, als die Ausnahme von der Veränderungssperre abzunicken.

Ein Trost mag all den Feldafingern, die dem Kunstsammler Buchheim ein Andenken bewahren wollen, sein, dass seine grüne Villa in der Bahnhofstraße inzwischen unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Dort liegen die Anfänge des Buchheim-Museums. Der Kunstsammler hatte das Haus in den 1970er Jahren erworben und zu einem kleinen Museum umfunktioniert, das sich vor allem bei Kindern großer Beliebtheit erfreute. Viele werden sich noch daran erinnern, wie der Kunstsammler höchstpersönlich durch die Räumlichkeiten führte, in denen er Teile seiner Sammlungen untergebracht hatte. Auch als Museumsführer war Buchheim ausgesprochen kreativ und hielt Kinder mit Fantasie davon ab, seine Schätze zu begrapschen. Sie mussten Steine oder Kastanien in die Hand nehmen, die sie nicht verlieren durften, bis der Museumsbesuch beendet war.

Die grüne Villa wurde 1875 erbaut und in den 1920er Jahren von Kammerpräsident Kurt von Kleefeld erworben, ein Schwager des damaligen Außenministers Gustav Stresemann. Für ihn soll übrigens extra das holzgetäfelte Stresemannzimmer eingerichtet worden sein. Später war in dem Haus das Café Humpl untergebracht, ein zu damaliger Zeit beliebter Treffpunkt der Feldafinger und ihrer zahlreichen Gäste.  ak

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