1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Feldafing

Erfolgsmodell MVV-Regionallinie 978: Feldafing stimmt für Verlängerung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sandra Sedlmaier

Kommentare

So sieht ein erfolgreicher Akteur im öffentlichen Nahverkehr aus: Der Bus 978 – hier mit seinem Fahrer Fadil Zekiri von der Firma Geldhauser – von Tutzing nach Feldafing und zurück wird ab Mitte Dezember seinen Radius ausweiten.
So sieht ein erfolgreicher Akteur im öffentlichen Nahverkehr aus: Der Bus 978 – hier mit seinem Fahrer Fadil Zekiri von der Firma Geldhauser – von Tutzing nach Feldafing und zurück wird ab Mitte Dezember seinen Radius ausweiten. © DAGMAR RUTT

Mit den Kleinbussen der MVV-Linie 978 ist man in Feldafing sehr zufrieden. Deshalb stimmte der Gemeinderat nun einstimmig für eine Verlängerung.

Feldafing – Der Bus 978, der seit einem Jahr die Gemeinden Tutzing und Feldafing verbindet, ist in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes. Er ist klein, so dass er problemlos durch schmale Straßen kommt. Er bindet Feldafing an den Regionalzughalt in Tutzing an, und zwar so, dass die Mitarbeiter der Artemed-Klinik öffentlich zur Arbeit kommen. Vor allem aber wird er sehr gut genutzt, so dass sich Landkreis, Tutzing und Feldafing entschieden, den Radius des Busses im Süden bis zur Straße Am Kallerbach in Tutzing und im Norden bis zur Feldafinger Koempelstraße zu verlängern.

Der Feldafinger Gemeinderat stimmte jetzt unisono für die Erweiterung und die damit verbundenen Kosten von 9500 bis 13 500 Euro. Tutzing hat bereits zugestimmt, so dass Anfang Oktober die zuständigen Kreistagsgremien entscheiden können. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember soll die Linienerweiterung in Kraft treten.

Wenig Hoffnung für Verbindung Feldafing - Pöcking

Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster sprach von der „ersten richtigen MVV-Regionalbuslinie für den Gemeindebereich Feldafing“. Auch die erweiterte Fassung soll so fahren, dass die Klinikmitarbeiter problemlos ihren Schichtbeginn schaffen. In Feldafing gibt es vier neue Haltestellen: Seewiesstraße, Koempelstraße, Edelweißstraße und Traubinger Straße. Sie werden von 6.57 bis 21.02 Uhr bedient, und zwar auch samstags, wie Münster sagte. Die Haltestellen lägen nahe beieinander, um für die Bewohner der dahinter liegenden Straßen den Bus auch attraktiv zu machen.

Anton Maier (Grüne) monierte, dass „die Umsteigebeziehung am Bahnhof Feldafing Richtung München nicht wirklich passt“ und es lange Aufenthalte gebe. Ja, sagte Münster, denn das Augenmerk bei der Planung sei auf dem Erreichen des Regionalzughalts in Tutzing gelegen.

Jakob Stillmarks (SPD) Wunsch nach einer besseren Busverbindung von Feldafing nach Pöcking machte Susanne Münster wenig Hoffnung. Eine Buslinie parallel zur S-Bahn sei schwierig durchzusetzen. Die Anbindung des Ortsteils Wieling wird für die neuerliche Ausschreibung der Buslinien 2023 angepeilt.  

Auch interessant

Kommentare