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Erster Einsatz, glücklicherweise ohne Schaden und ohne Verletzte: Das neue HLF 10 der Feldafinger Feuerwehr ist seit Freitagabend in Dienst. 

Neues Löschfahrzeug

Erster Einsatz nach zwei Stunden

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Das neue Feuerwehrfahrzeug war gerade mal zwei Stunden auf dem Hof der Feldafinger Wehr, als es zum Einsatz musste. Der Zimmerbrand war glücklicherweise ein Fehlalarm.

Feldafing Eigentlich war es perfekt: Kaum war das neue Feuerwehrfahrzeug der Feldafinger am Freitagabend angekommen, musste es schon ausrücken: Alarm an der Jahnstraße. Perfekt deshalb, weil es ein Fehlalarm war. Ein Nachbar hatte den Schein eines Schwedenofens für einen Zimmerbrand gehalten. Die Feldafinger Feuerwehrler waren nach einer halben Stunde schon wieder zurück und hatten ihr Gefährt gewissermaßen eingeweiht. Die tatsächliche Einweihung ist erst im Mai: Eine Floriansmesse findet am Samstag, 6. Mai, um 10 Uhr am Feuerwehrhaus am Dr.-Appelhans-Weg statt.

Ein neues Löschfahrzeug ist immer ein herausragendes Ereignis für eine Feuerwehr. „Es fährt sich super“, sagt Zweiter Kommandant Stefan Gerber. „Stellen Sie sich vor, Sie fahren in einem Auto aus den 1980er Jahren und steigen dann in ein neues um.“ Gerber, der Erste Kommandant Dirk Schiecke und sechs weitere Kameraden waren am Donnerstag nach Leonding bei Linz gefahren, um das neue Fahrzeug zu testen, abzunehmen und heimzufahren. Die österreichische Niederlassung der auf Feuerwehrfahrzeuge spezialisierten Firma Rosenbauer hatte die europaweite Ausschreibung der Gemeinde gewonnen. 355 000 Euro investiert die Gemeinde Feldafing für das HLF 10, ein mittlerer fünfstelliger Betrag kommt von der Regierung von Oberbayern.

Mit im Gepäck am Donnerstag waren Spreizer und Schere aus dem alten Gefährt, die ins neue eingebaut wurden. Auch das Martinshorn, Funkgeräte und anderes Gerät wurden übernommen, wie der Geschäftsführende Beamte der Gemeinde, Peter Englaender, sagt. Die Feldafinger haben in Leonding auch eine Einweisung erhalten, wie die neue Pumpe und die Aggregate funktionieren.

Auf dem Heimweg von Linz am Freitag wollte jeder der acht Feldafinger das neue Fahrzeug einmal ausprobieren. „Wir haben oft Rast gemacht und gewechselt“, sagt Gerber. Die Fahrt von 300 Kilometern dauerte daher viereinhalb Stunden. Nur der Kommandant durfte nicht ans Steuer: „Er hat keinen Lkw-Führerschein“, sagt Gerber. Um 18.15 Uhr kamen die Feldafinger an, um 20.15 Uhr gab es den ersten Einsatz.

Die gute Nachricht: Das neue Fahrzeug passt auch in das alte Feuerwehrhaus der Feldafinger. Die Höhe des Tors ist laut Gerber 3,12 Meter. „Bei einem Straßenfahrgestell ist das kein Problem“, sagt der Vizekommandant. „Aber wir wollten ein Allradfahrsystem.“ Deshalb stand in der Ausschreibung auch ganz deutlich, dass das Fahrzeug nicht höher als 3,05 Meter sein darf. Inklusive Martinshorn. Das hat geklappt.

Das alte Löschfahrzeug wird laut Englaender verkauft. „Es ist rund 30 Jahre alt. Nach so langer Zeit ist der Wert überschaubar.“

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