Klare Worte und eine Auszeichnung: Beim Dreikönigstreffen der FDP gratulierten Bezirksrätin Sigrid Friedl-Lausenmeyer, die Kandidaten Willi Boneberger, Dr. Wolfgang Weber-Guskar, Britta Hundesrügge und Heike Barall-Quiring sowie Viktoria Beyzer (Ortsvorsitzende Gauting) und Dr. Ste phanie Kaufmann-Jirsa (v.l.) Ursula Schürhoff (Mitte, rotes Oberteil) zu 40 Jahren bei den Liberalen. Foto: Andrea Jaksch

FDP-Kreisverband

Beifall für Kritik an Lindner

Der Kurs der FDP auf Bundesebene kommt nicht überall gut an - auch im liberalen Stammland im Fünfseenland nicht.

Feldafing – Angriffslustig und optimistisch gaben sich die Kreis-Liberalen beim vom FDP-Ortsverband Feldafing bereits zum 46. Mal in ununterbrochener Folge ausgerichteten Dreikönigstreffen. Gut 60 Besucher, darunter als Gast Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim, erlebten im „Kaiserin Elisabeth“ die Vorstellung der FDP-Direkt- und Listen-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im Herbst. Den inhaltlichen Höhepunkt lieferte die Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Dr. Stephanie Kaufmann, die sich mit Positionen des Bundesvorsitzenden Christian Lindner bemerkenswert kritisch auseinandersetzte.

Kaufmann, die sich vor Ort für die Flüchtlingshilfe engagiert, sagte: „Gerade bei den Themen Einwanderungspolitik und Asylrecht muss die FDP deutlich machen, dass sie nach wie vor für verantwortungsbewusste Freiheit für jedermann steht. Das geht einher damit, dass man den Rechtsstaat innerhalb der Europäischen Gemeinschaft stärkt, statt nach Grenzposten zu schreien.“ Gewisse Neigungen der FDP-Führung auf Bundesebene, sich in der Asylpolitik nach rechts zu bewegen, kommentierte die Ortsvorsitzende: Es gehe nicht nur um „die Frage, wer neben wem von der AfD abgegrenzt im Bundestag sitzt. Die FDP darf sich inhaltlich nicht so aufstellen, dass sie ein paar gefrusteten Wählern knapp vor der AfD eine Heimat bietet. Das kann und darf es nicht sein, denn dann müsste sie das begraben, was Liberalismus eigentlich ausmacht: die Freiheit des Einzelnen, Toleranz, so wenig Staat wie möglich, eine offene Gesellschaft, Respekt statt Misstrauen und vieles mehr.“ Die Feldafingerin bekam starken Beifall.

Die Kreisvorsitzende und Direktkandidatin für den Landtag, Britta Hundesrügge, bedauerte das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen und merkte an: „Schade, dass Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als erfahrene Bundespolitikerin nicht an diesen Gesprächen teilgenommen hat.“ Die sich nun anbahnende Große Koalition zwischen Union und SPD schätzte Hundesrügge als „für unser Land nicht das Beste“ ein.

Bei den bayerischen Landtagswahlen im Herbst gelte es, „die absolute Mehrheit der CSU zu brechen“, so die Direktkandidatin, die sich höchst zuversichtlich zeigte, dass der FDP der Wiedereinzug ins Maximilianeum gelingt: „Das liberale Element wird ausdrücklich gebraucht.“

Von Thomas Lochte

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