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Gleich geht’s los zur ersten Fahrt: Maximilian Gerber, Helmut Gollwitzer, Leiter Stefan Neubauer, Paul Büttgen und Mirjam Mickisch bei der Abholung des neuen Einsatzfahrzeugs für die Feldafinger First Responder in Arnstorf. 

First Responder Feldafing

Ersthelfer kommen künftig mit dem BMW

Genau am Tag ihrer Jahresversammlung haben die First Responder Feldafing ihr neues Fahrzeug, einen BMW X3, übernommen.

Feldafing – Große Freude über den neuen Einsatzwagen war bei den Mitgliedern des Fördervereins First Responder auf ihrer Jahreshauptversammlung im Strandbad Feldafing deutlich zu spüren. Seit Freitag, 12 Uhr, ist der neue BMW X3 im Dienst und dient den ehrenamtlichen Ersthelfern dazu, in Notfällen, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Notarztes zu überbrücken. Am Freitagabend wurde der neue Wagen in der Jahreshauptversammlung der aktiven Mannschaft offiziell übergeben. „Das ist wieder ein Ansporn für uns“, sagte Stefan Neubauer, Leiter des Aktiven Diensts.

Vor allem der unzureichende Platz im alten Fahrzeug war der Grund für die Neuanschaffung. Auch entwickeln sich die technischen Standards, wie zum Beispiel das Warnsystem, laufend fort. Einen weiteren Grund nannte Stefan Neubauer: Das alte Auto habe sehr viele Schäden gehabt, wodurch hohe Kosten auf den Verein zugekommen wären. „Das neue Einsatzfahrzeug ist dringend notwendig“, betonte auch Bürgermeister Bernhard Sontheim in seiner Ansprache. Den alten Wagen, ein VW Tiguan, nutzt die Feuerwehr als Kommandofahrzeug (wir berichteten).

Der neue Wagen kostete knapp 31 000 Euro plus den Ausbau für die Nutzung als Einsatzfahrzeug. „Für den Ausbau kommt noch einmal ungefähr die gleiche Summe dazu“, berichtete Kassierin Mirjam Mickisch. Finanziert wurde das Fahrzeug durch eine Spendenaktion, bei der über 41 000 Euro zusammengekommen waren. Die Gemeinde Feldafing spendierte etwas dazu, der Rest stammt aus dem Vereinsvermögen.

Das neue Fahrzeug können die Ersthelfer dringend brauchen. Insgesamt 308 Einsätze, die 265,5 Stunden in Anspruch nahmen, fuhren sie im vorigen Jahr – das sind 22 Einsätze mehr als 2017. Unter den 308 Einsätzen verzeichnete das First-Responder-Team 184 internistische Einsätze. „Einen Großteil davon nahmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und die Atmung betreffende Unfälle ein“, erklärte Beisitzer Paul Büttgen. Zu 103 chirurgischen Einsätzen, fünf Verkehrsunfällen und vier Bränden wurden die 13 Aktiven ebenfalls gerufen. Ein Einsatz war Büttgen besonders in Erinnerung geblieben: Ende September war ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall auf der B2 ums Leben gekommen. „Das sind Einsätze, die einen mitnehmen und prägen“, sagte Büttgen.

Der ehrenamtliche First-Responder-Dienst, der ein wichtiger Bestandteil der Rettungskette ist, erfordert jede Menge Zeit von den Aktiven. Daher rechnete zweiter Vorsitzender Norbert Neubauer den Gästen der Jahresversammlung vor, was die Helfer Tag für Tag leisten. „Die Woche hat bekanntlich 168 Stunden“, begann er. Davon sei der First Responder 98 Stunden in Bereitschaft. Zu den ehrenamtlichen Stunden kämen noch 40 Arbeitsstunden hinzu. Daher betonte er: „Der First-Responder-Dienst allein ist ein Vollzeitjob, der von unserem aktiven Team zusätzlich geleistet wird.“

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