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So klein und schon eine Fahrt im Streifenwagen hinter sich: Das ist eine der beiden getigerten Katzen, die die Polizei zwischen Wieling und Feldafing aufgegabelt hat.

Sisi und Franz

Katzenbabys ausgesetzt: Tierschützer reagiert empört

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Spaziergänger und die Polizei haben an Heiligabend ausgesetzte Katzenkinder gerettet. 

Feldafing – Da sitzt der Kleine im Streifenwagen, die Ohren gespitzt, die Augen weit auf – gleich geht’s zur Wache in die Kreisstadt. Gut möglich, dass vier aufmerksame Passanten und Beamte der Polizeiinspektion Starnberg ein Katzendrama ausgerechnet an Heiligabend verhindert haben.

Gegen 13 Uhr am Sonntag meldet sich ein Ehepaar telefonisch bei der Polizei. Die Spaziergänger haben im Wald zwischen Wieling und Feldafing zwei Katzenbabys entdeckt – zwar unweit der Wielinger Straße, aber mehrere hundert Meter von der nächsten Bebauung entfernt. Die Vermutung: Die etwa zehn bis zwölf Wochen alten Kätzchen müssen ausgesetzt worden sein – und das bei Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt.

Die Polizeiobermeister Marietta Kracht und Mario Morrone fahren mit dem Streifenwagen zu der Stelle, an der mittlerweile noch zwei weitere Passanten dazugekommen sind. Die vier Spaziergänger passen auf, dass die Kleinen auf der Wielinger Straße nicht von Autos überfahren werden. Gemeinsam gelingt es ihnen schließlich, die Kätzchen einzufangen. „Wir haben sie dann zu uns genommen und zur PI gebracht“, berichtet Morrone im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Dort gibt’s erst mal Wasser und Streicheleinheiten für die Kleinen – und eine Namensgebung. Nachdem nämlich feststeht, dass es sich um eine Katze und um einen Kater handelt, hat Polizeibeamtin Xenia Wittig den Einfall: Sisi und Franz.

„Wir haben dann noch eine Zeit lang gewartet, ob sich jemand meldet, der die Katzen vermisst“, erzählt Morrone. Aber Fehlanzeige. Es folgt der Anruf der Notfallnummer des Tierheims Starnberg. Dort sind Sissi und Franz jetzt bis auf Weiteres und warten darauf, dass sich entweder die rechtmäßigen Besitzer melden oder aber liebevolle Bürger, die den Kleinen ein neues Zuhause geben wollen. Für Thomas Fischer, den Vorsitzenden des Tierschutzvereins Starnberg und Umgebung, leider Routine. „Das ist für uns Tagesgeschäft“, sagt er. „Und wir stellen uns immer wieder die Frage: Was sind das für Menschen, die Tiere aussetzen?“

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